Getauft und gesandt - Der außerordentliche Monat der Weltmission

Papst Franziskus hat für den Oktober 2019 den "Außerordentlichen Monat der Weltmission" ausgerufen. Aus diesem Anlass geht orden.de im 2. Halbjahr 2019 verstärkt dem Thema "Mission" nach und fragt, was Mission heute sein kann.

Instagram: Missionskräfte berichten
Video-Reihe: Was ist Mission heute?
Web-Serie: Missionsköpfe
#mymission - Ordensleute antworten
 
 

Instagram: Missionskräfte berichten

Auch auf Instagram möchten wir auf die Missionstätigkeit der Ordensgemeinschaften aufmerksam machen und Einblicke in die Arbeit von Missionarinnen und Missionaren in Deutschland und der Welt ermöglichen. In einem „Take-Over“ berichtet der Protagonist aus einem persönlichen Blickwinkel aus seinem Alltag und seiner Mission.

Video-Reihe: Was ist Mission heute?

In einer Videoreihe, die Ende September beginnt, haben wir Ordensleute gefragt, was Mission in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft heißen kann. Die Antworten darauf gibt es in Kürze!

Web-Serie "Missionsköpfe"

Hier werden anlässlich des außerordentlichen Monats der Weltmission und unserem Kommunikationsschwerpunkt „Mission“ im 2. Halbjahr 2019 Ordensfrauen und -männer portraitiert, die mit ihrem Leben und ihrem Tun exemplarisch für ein modernes Missionsverständnis im Nachgang des Zweiten Vatikanischen Konzils stehen.

#mymission - Ordensleute antworten

#mymission - Unter diesem Hashtag kann jeder in den sozialen Netzwerken posten, was aktuell seine oder ihre "Mission" ist. Auch viele Ordensgemeinschaften machen dabei mit. orden.de hat zudem verschiedene Ordensleute befragt, welche "Mission" sie denn gerade umtreibt. Die Antworten darauf gibt es hier als Video!

Nicht „eine Mission haben“, sondern: eine Mission sein: Daran denkt Papst Franziskus, wenn er das Christentum als einen Zustand permanenter Mission beschreibt, die noch lange nicht vollendet ist.

Mission – das ist ein zentrales Thema und ein wichtiges Anliegen zahlreicher Ordensgemeinschaften.

Mission – das assoziiert man schnell mit Zwangsbekehrungen und Unterdrückung. 

„Mission“ meint in der ursprünglichen Bedeutung: Zeugnis geben - von unserem Glauben“. Damit ist Mission zugleich die Sorge um den ganzen Menschen und verkündet Jesus Christus als das umfassende Heil und den Weg für ein geschwisterliches Miteinander weltweit. Heute gehen Mission und Evangelisierung nicht mehr nur von Europa aus. Wir sprechen heute von Mission auf allen Kontinenten. 

Unser Vater im Himmel!

Als Dein Sohn, unser Jesus Christus,
von den Toten auferstand, hat er 
seinen Jüngern den großen Auftrag gegeben:

„Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern."

Du erinnerst uns daran,
dass wir kraft unserer Taufe
an der Mission der Kirche teilhaben
und für sie Verantwortung tragen.

Schenke uns die Gaben des Heiligen Geistes,
um mutig und entschlossen
das Evangelium zu bezeugen.

Die Mission,
die Christus seiner Kirche anvertraut hat,
ist noch lange nicht vollendet.

Deshalb bitten wir Dich 
um neue Ideen und um wirksame Formen,
um Leben und Licht 
in die Welt von heute zu tragen.

Hilf uns, allen Völker 
die rettende Liebe und die Barmherzigkeit 
Jesu Christi erfahrbar zu machen,
der mit Dir lebt und herrscht 
in der Einheit des Heiligen Geistes
jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

(Gebet von Papst Franziskus zum außerordentlichen Monat der Weltmission)

Viele der großen Missionsorden wurden um die Mitte des 19. Jahrhundert gegründet und sandten Tausende von Missionaren, Männern und Frauen, nach Asien und Afrika, die oft unter schwierigsten Bedingungen die Botschaft Jesu verkündeten und neue Gemeinden gründeten.

Nachdem nationalistisches Denken Europa in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs geführt hatte, schrieb Papst Benedikt XV. 1919 mit die Missionsenzyklika „Maximum Illud“. Sie ermutigt die Kirche, sich wieder neu für eine universelle Mission einzusetzen, die frei ist von allem expansionistischen Bestreben.

100 Jahre später kündigt Papst Franziskus einen „außerordentlichen Missionsmonat“ an. In einer Zeit wankender Welt- und Werteordnungen, einer säkularisierten Kultur, einer blutigen Christenverfolgung in vielen Orten sind die Menschen eingeladen, die Bedeutung und Praxis von Mission heute gemeinsam zu reflektieren und unser missionarisches Engagement zu erneuern.

Mehr Informationen zum außerordentlichen Monat der Weltmission gibt es hier auf der offiziellen Seite des Vatikans und hier bei weltkirche.katholisch.de.

Papst Franziskus:

Ich rufe für Oktober 2019 einen außerordentlichen Monat der Mission aus, um das Bewusstsein der missio ad gentes wieder stärker wachzurufen und mit neuem Schwung die missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge wiederaufzunehmen… Es sei eine intensive Zeit der Verkündigung des Evangeliums, der biblischen und theologischen Reflexion über die Mission, eine Zeit praktizierter christlicher Nächstenliebe und konkreter Aktionen der Zusammenarbeit und Solidarität unter den Kirchen, sodass die missionarische Begeisterung neu erwache und uns nie verloren gehe."