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15.08.2012
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Von Galen Altarkreuz kehrt nach Diebstahl in die Abtei St. Scholastika zurück

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Übergabe des Galen-Kreuzes an Abtissin Franziska Lukas OSB. C: KNA
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BONN Ein gestohlenes Altarkreuz und der gestohlene Bischofsstab des seligen Bischofs Clemens August Graf von Galen sind am Montag den Eigentümern - dem Bistum Münster und der Abtei Burg Dinklage - zurückgegeben worden. Äbtissin Franziska Lukas OSB nahm das Kreuz aus den Händen einer Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft in Empfang. Die Schätze waren im Jahr 2009 aus einer Ausstellung in der Basilika Essen-Werden gestohlen worden und sind nun von den Dieben zurückgegeben worden, nachdem sie in Polen vergeblich zum Kauf angeboten wurden.

Der Bischofsstab, den von Galen seit 1943 nutzte nachdem sein eigener Hirtenstab im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, soll nun wieder in der Domkammer in Münster ausgestellt werden. Das neuromanische Altarkreuz kehrt wieder zum Geburtsort des Kardinals - in die heutige Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage im Oldenburger Land - zurück. Der Vater des Bischofs, Ferdinand Graf von Galen, hatte es 1886 zur Silberhochzeit geschenkt bekommten. Der Korpus ist aus Elfenbein. An den Enden der Kreuzbalken ist Maria dargestellt sowie die heiligen Ferdinand, Elisabeth und Georg.

In der ehemaligen Heimat der Familien von Galen befindet sich heute die Benediktinerinnenabtei St. Scholastika. Die Burg Dinklage wurde 1949 vom Graf Christoph Bernhard, der ein Neffe des Kardinals war, einer Gruppe von Benediktinerinnen aus dem Priorat St. Gertrud in Alexanderdorf bei Berlin, zum Eigentum übergeben. Die Gemeinschaft wagte nach dem zweiten Weltkrieg auf der Burg einen Neuanfang und gründe dort ein Priorat. Das benediktinischen Leben zog in die Burg ein und einige Gebäude der ehemaligen von Galen Burganlage wurden umgebaut und dem Ordensleben angepasst. So wurde die alte Scheune im Burghof zur Klosterkirche umgestaltet und die "Martinsscheune" als Herberge für Menschen in Not eröffnet. 1977 wurde das Kloster zur Abtei erhoben. Der Ort ist bis heute mit der außergewöhnlichen Persönlichkeit des seligen Bischofs Clemens August Graf von Galen verbunden. Dies macht die Rückkehr des Altarkreuzes deutlich.

Äbtissin Franziska Lukas OSB betont, dass das Kreuz wieder einen Platz in der Klausur des Klosters bekommen soll: "Nun, nach dem Diebstahl und der Rückkehr, wird es von den Schwestern ganz besonders wertgeschätzt werden." (dok)
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