Kolumne

  • 28.06.2015   |  von Sr. Klara-Maria Breher SDS

    Wohin ich Dich sende, dorthin sollst Du gehen

    Was bleibt, ist das Vertrauen in die Treue Gottes, die über den Tod hinausgeht...

    Heute möchte ich eine vor kurzem verstorbene Mitschwester zu Wort kommen lassen. Sie hat wenige Tage vor ihrem Tod in einem Vermächtnis geschrieben:

    In der Josefkirche habe ich viele Kinder zur Erstkommunion geführt und habe dort über viele Jahre immer wieder Gottesdienste vorbereitet und auch mit Freude gepredigt. Gerade bei den Vorbereitungen der Predigt, dem langsamen sich entwickeln von Gedanken, mit denen ich versucht habe, zum einen die Gottesdienstteilnehmer anzusprechen und zum anderen aus meinem Glauben und meinem spirituellen Fundament die Botschaft Christi überzubringen. Ich glaube, dass ich bei dieser Aufgabe ein mir gegebenes Charisma einbringen konnte. (…) In meiner letzten Predigt (an Christi Himmelfahrt) wäre ich sicher auf den darin enthaltenden Vers „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen“ eingegangen, denn dieser Vers gehört auch zum salvatorianischen Gedankengut und nimmt unsere weltweite Sendung auf. Unser Ordensgründer, Pater Jordan, hat dazu gesprochen: „Unsere (salvatorianische) Aufgabe, der Geist unserer Kongregation ist das ubique et omnibus. Es ist darum wichtig (…), dass jeder einzelne von diesem Geist durchdrungen ist.“ (…) Ein Bibelspruch, der mich seit vielen Jahren begleitet und der mir gerade bei sich anbahnenden Veränderungen sehr geholfen hat, ist Jer 1,7: „Wohin ich dich sende, dorthin sollst du gehen, was ich dir auftrage, sollst du verkünden.

    So waren auch die Tage des Sterbens der Mitschwester Verkündigung. Verkündigung des Wirken Gottes im Menschen. Ich habe mich immer wieder gefragt, was sie noch von dem, was ihr wichtig war, weitergeben wollte. Im Weniger Werden der Worte, ist das nicht immer deutlich wahrzunehmen. So bleibt manches ein Rätsel. Was bleibt, ist das Vertrauen in die Treue Gottes, die über den Tod hinausgeht.

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