Kolumne

  • 12.04.2015   |  von Sr. Mirjam Hinderberger

    „Was Bedürfnis der Zeit, ist der Wille Gottes.“

    Ich darf glauben: Schon bevor ich im Mutterleib entstand, kannte Gott meinen Namen und meinen sehr persönlichen Weg und Seine große Liebe umfängt mich seit eben diesem Moment...

    „Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg mit uns redete, als er uns die Schriften erschloss?", so haben es die Jünger Jesu erfahren, die nach Emmaus pilgerten und so übersetzt es uns Fridolin Stier. Auch sie waren „Unterwegs auf den Landtrassen dieser (ihrer) Welt“. Auch Pater Theodosius Florentini unser Ordensgründer, war unterwegs zu den Menschen seiner Zeit,  erkannte ihre Nöte, und er setzte um, was auch wir zu leben versuchen:  „Was Bedürfnis der Zeit, ist der Wille Gottes.“ Sein Herz brannte, weil Gott mit ihm war, weil Gott in ihm lebte und Gottes Geist ihn drängte, seine Liebe in die Tat umzusetzen. Auch Gottes Weg mit mir ist ein Pilgerweg. Ich bin „Fremdling“ und gehe meinem Ziel entgegen. Ich darf glauben: Schon bevor ich im Mutterleib entstand, kannte Gott meinen Namen und meinen sehr persönlichen Weg und Seine große Liebe umfängt mich seit eben diesem Moment. Er ruft mich in entscheidenden Situationen mitten in meinem  Alltag, in meinem Vielerlei und in meinem Tun. Er lässt mein Herz brennen wenn ich Ihn einlasse. Er ruft mich, Ihm zu folgen. Im Gehen meines  persönlichen Weges, soll ich  ganz ich selber werden, einmalig, so wie Gott mich erdacht hat. Er wirkt in meinem  Herzen, Er legt Sein Wort in mich, und mit Seinem lebendigen Geist sendet Er mich mitten in meinen Alltag. Ich darf den Weg zu mir selbst gehen, dann kann ich den Weg zum anderen hin, zum DU gehen. Wenn dies geschieht, wird es zum Miteinander und schließlich zum Füreinander. Ich darf Tag für Tag das tun, was in meinen Kräften steht, mehr verlangt weder Gott noch der Mensch. Mit brennendem Herzen werde ich unterwegs sein, so wie die Emmausjünger. Er spricht zu mir – jetzt – deshalb möchte ich Herz und Ohren öffnen und all meine Sinne. Er ist auferstanden und Er lebt – in mir – deshalb darf ich leben mit brennendem Herzen und in Fülle, denn Er gibt mir, was ich brauche.

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