Kolumne

  • 23.08.2015   |  von Sr. Maria Georg Loos CPS

    Es gibt Gott, es gibt ihn nicht... - Wie kann er so etwas zulassen

    Ein Mann ging zum Friseur und wollte sich seine Haare stylen lassen. So etwas dauert natürlich etwas länger, als nur Haare schneiden und rasieren. Der Friseur fing also eine Unterhaltung an, und sie kamen so auch auf Gott zu sprechen: Nein, es gibt keinen Gott, meinte der Friseur. Wie kann es einen Gott geben, wenn die Welt so ist, wie sie ist. Der Mann überlegte und meinte traurig: Sie mögen ja recht haben, aber ich hoffe es gibt ihn.

    Der Friseur fuhr fort: Wenn es ihn gäbe, wie könnte er all die Kriege, die Hungersnöte etc., wie könnte er all dies zulassen? Und wieder meinte der Klient: Ja, sehr wohl, ich wünschte mir trotzdem, es gäbe einen Gott.

    Etwas traurig gestimmt, verließ er das Friseurgeschäft und sah nahe auf den Stufen zum Haus einen Bettler sitzen in Lumpen gekleidet, mit etwas an den Füßen, was man nicht mehr mit Schuhen bezeichnen konnte, Haare ungekämmt, verfilzt und ungewaschen. Er schaute sich den Mann kurz an, machte kehrt und lief in den Friseurladen zurück. Sie, hören Sie, rief er, es gibt gar keine Friseure. Der Friseur war verdutzt. Was ist denn mit Ihnen los, was heißt, es gibt keine Friseure. Sie waren gerade bei mir, und ich bin ein Friseur. Aber der Klient ließ sich nicht beirren: Nein, wenn es Friseure gäbe, wie könnte da ein Mann wie der da draußen vor ihrer Tür sitzen; es kann gar keine Friseure geben. Da lachte der Friseur:  guter Mann, das ist etwas ganz anderes. Natürlich gibt es Friseure, so wie mich, aber das mit dem Bettler ist ja sein eigenes Tun. Er bräuchte nur zu mir zu kommen und zu fragen, ich tät ihn dann schon bedienen. Aber, sehen Sie, der Mann kommt ja nicht.

    Da lächelte der Klient und meinte ernst: Sehen Sie, genau so ist es mit Gott. Er ist da, wir Menschen müssten nur zu Ihm gehen, aber wir tun es aber nicht.

    Lasst uns also zu Ihm gehen, die Nöte unserer Welt immer wieder neu in seine Hände legen und vertrauen, dass er uns hört und hilft. Lasst uns Glauben haben von der Größe eines Senfkornes, dass Gott die Welt wieder neu retten kann. Amen

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