Kolumne

  • 22.03.2015   |  von Sr. Kristina Wolf MMS

    Eins nach dem anderen...

    Es fühlt sich ein bisschen an wie Luxus in unserer schnellen Welt...

    Eins nach dem anderen – das habe ich mir zu Jahresbeginn in mein Tagebuch geschrieben. Eins nach dem anderen und möglichst mit voller Präsenz. Es fühlt sich ein bisschen an wie Luxus in unserer schnellen Welt, in der erwartet wird, dass wir multi-tasking-fähig sind. Spätestens beim Autofahren merke ich, dass ich es nicht bin. Wenn ich mich meinem Ziel nähere, schalte ich das Radio aus oder lasse Gespräche sein. Meine Aufmerksamkeit, meine geschärften Sinne richten sich ganz auf die Gegenwart. Eins nach dem anderen und möglichst mit voller Präsenz – das versuche ich jetzt in der Zeit vor Ostern ausdrücklich einzuüben. Manchmal gehe ich so schnell über Situationen, Aufgaben, Begegnungen hinweg, dass ich mich am Ende eines Tages kaum noch erinnere, woran ich beteiligt war. Ich habe nicht wirklich Anteil genommen. Dabei kann Präsenz so heilsam sein.

    Jesus lebt uns das vor; er heilt, indem er den Menschen ansieht, ganz Ohr ist, sich zuwendet, in Berührung kommt. Ein wenig Veränderung spüre ich bereits, wenn ich für den einen Moment ganz da bin, mich hinwende zu dem, was jetzt ist. Ich nehme wacher wahr, was mir entgegenkommt; es ergeben sich intensivere Gespräche; meine vielfältigen Aufgaben lassen sich gut gestalten; ich werde gelassener. So versuche ich mich weiter in die kontemplative Lebenshaltung einzuüben und halte mich dabei an Meister Eckhart:

    "Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
    der bedeutendste Mensch immer der, der dir gegenüber steht,
    und das notwendigste Werk ist immer die Liebe." - Meister Eckhart

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