28.05.2018

Bayern: Offener Brief zu Kennzeichen christlicher und sozialer Politik

Ordensobern und weitere Ordensfrauen und -männer sind Mitunterzeichner eines offenen Briefes im Vorfeld der bayerischen Landtagswahlen

Nach einem Erlass der bayerischen Langesregierung soll im Eingangsbereich jedes öffentlichen Gebäudes in Bayern ein Kreuz als "sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung" aufgehängt werden. Im Zuge der kontroversen Debatte in der Folge des Erlasses wurde am heutigen Montag in Nürnberg ein offener Brief „Kennzeichen christlicher und sozialer Politik“ vorgestellt, initiiert unter anderem von P. Dr. Jörg Alt SJ von der Jesuitenmission. Das Schreiben richtet sich an Ministerpräsident Söder, den CSU-Parteivorsitzenden Seehofer, die Parteimitglieder der CSU sowie die Wählerinnen und Wähler.

„Eine Politik ist unserer Meinung nach dann christlich und sozial, wenn sie sich verantwortungsvoll an den Realitäten einer zunehmend globalisierten Welt orientiert, diese den Wähler*innen vermittelt, verkürzende Symbolpolitik ablehnt und christliche, am Evangelium orientierte Werte nicht nur in Parteiprogrammen, sondern auch in konkreten tagespolitischen Entscheidungen zum Ausdruck bringt“, heißt es in dem offenen Brief. Neben weiteren Personen, Organisationen, Verbänden, Institutionen, NGOs und Netzwerken zählen auch eine Reihe von Ordensoberinnen und -oberen sowie viele weitere Ordensfrauen und -männer zu den Unterzeichnern. Darunter sind Äbtissin M. Mechthild Thürmer OSB, Abtei Kirchschletten, Sr. Edith Maria Magar FBMVA, Generaloberin der Franziskanerinnen von Waldbreitbach, Br. Marinus Parzinge OFM Cap., Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Sr. Monika Edinger CSR, Generaloberin der Kongregation der Schwestern des Erlösers, Sr. Dr. Katharina Ganz OSF, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, und Pallottinerprovinzial P. Helmut Scharler SAC.

Der komplette Offene Brief findet sich auf der Internetseite http://www.christlich-soziale-politik.de.