04.12.2018

150 Jahre Afrikamissionare

„Gegenseitige Ausbeutung und Versklavung begleitet seit jeher und bis heute die Geschichte der Menschen. Die Geißel der Sklaverei hat in den vergangenen 1500 Jahren besonders Afrika hart getroffen. […] Die vor 150 Jahren neu gegründete Missionsgesellschaft der Afrikamissionare (Weiße Väter und Weiße Schwestern) fand sich besonders mit dem Problem des transsaharischen und des ostafrikanischen Sklavenhandels konfrontiert. Ihr Gründer, der Erzbischof von Algier, Kardinal Lavigerie, rief zum Kampf gegen Sklaverei und zur Achtung der Menschenrechte auf. Für die Missionarinnen und Missionare gilt sein Auftrag bis heute.“

So beschreibt domforum.de die Veranstaltung „Kampf gegen die Sklaverei. Der Beitrag der Mission seit dem 19. Jahrhundert und unser Auftrag heute“, die am 11. Dezember 2018 anlässlich der Jubiläumsfeier zum 150-jährigen Jubiläum der Afrikamissionare in Köln stattfindet. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Afrikamissionare mit dem katholischen Bildungswerk Köln, das an 70 Jahre UN-Menschenrechtscharta erinnert. Referenten der Veranstaltung sind Sr. Dr. Lea Ackermann, die der Gemeinschaft der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika angehört und Afrikamissionar P. Hans Schering MAfr.

Die Missionsgesellschaft wurde Ende der 1860er Jahre von Kardinal Charles Lavigerie, dem damaligen Erzbischof von Algier, gegründet, um die christliche Botschaft in das muslimisch geprägte Afrika zu bringen und in Schwarzafrika eine bodenständige Kirche aufzubauen. Sein Missionsverständnis fußte auf der Überzeugung, dass jeder Mensch die Freiheit haben soll, sich für den einen oder anderen Glauben zu entscheiden. Der interreligiöse Dialog ist daher ein ureigenes Anliegen der Weißen Väter und weißen Schwestern. Aktuell sind über 1200 Afrikamissionare in 20 Ländern Afrikas und in 13 Ländern der übrigen Welt tätig; die Missionsschwestern sind in 15 Ländern in Afrika vertreten. Ihre Einsatzgebiete sind heue vielfältig. Daher engagieren sich auch viele Mitglieder der Missionsgesellschaft in ihren Heimatländern. Schwerpunkte ihrer Arbeit in Deutschland sind u.a. die Ausbildung der Kandidaten, die Medienarbeit und der Dialog mit Muslimen.