20.05.2020

Benediktinerabtei Gerleve beherbergt Corona-infizierte „Westfleisch“-Mitarbeiter

   

Das Jugendgästehaus St. Benedikt ©Hans Jürgen Landes

Die Benediktinerabtei Gerleve im Münsterland beherbergt einen Teil der mehr als 200 mit Corona infizierten Mitarbeiter der Firma „Westfleisch“. Das teilte die Abtei laut dem Portal kirche-und-leben.de aus Münster am 14. Mai 2020 mit. Für die nächsten Wochen stellen die Benediktiner den betroffenen Arbeitern demnach ihre Jugendbildungsstätte Haus St. Benedikt mit dem dazu gehörigen Gelände zur Verfügung. Der Entscheidung seien umfangreiche Beratungen mit dem Kreis Coesfeld und der Stadt Billerbeck vorangegangen. Ein detailliertes Konzept stelle den Schutz aller Beteiligten sicher, so die Mönche. Gastfreundschaft zähle zu den wichtigsten Aufgaben des Benediktinerordens. "Wir hoffen, dass sich die neuen Gäste in diesen Räumen trotz der notwendigen Quarantäne-Einschränkungen wohl fühlen können", betont die Abtei. 

Die ersten 19 Gäste sind bereits am Freitag, den 15. Mai, eingetroffen. Da sich das Jugendhaus im oberen Bereich des Abteigeländes befindet, stünden allen Besuchern Abteikirche, Buchhandlung, Parkplatz und Kinderspielplatz im unteren Teil wie bisher offen.

Vor einer Woche wurde der Betrieb im Coesfelder Schlachthof ausgesetzt, nachdem mehr als 100 Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Unter den rund 1.000 Mitarbeitern wurden inzwischen mehr als 280 Infizierte festgestellt.

[mit Material der Abtei Gerleve und kirche-und-leben.de]