23.09.2020

Klostererlebnistage Bodensee – Klöster früher und heute erleben

     

UNESCO-Welterbe Klosterinsel Reichenau - Bild: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH

Wie geht Kloster heute? Und wie sah früher der Alltag der Brüder und Schwestern aus? Diesen Fragen widmen sich zum wiederholten Male die Klostererlebnistage Bodensee. Vom 8. bis zum 11. Oktober 2020 können die Besucher Klöster am Bodensee und in der weiteren Umgebung in Deutschland, Österreich und der Schweiz hautnah erleben.

Viele Klöster vereinen Geschichte, Kultur und Baukunst. Prominente Beispiele dafür in der Vierländerregion am Bodensee sind die UNESCO-Welterbe-Klöster Reichenau und St. Gallen, die Kunst und Kultur in ganz Europa beeinflusst haben. Vor allem aber sind Klöster Orte religiöser Praxis. So beherbergen Klöster neben ihren architektonischen Gütern auch große spirituelle Schätze, die die Besucher der Klostererlebnistage Bodensee in den teilnehmenden lebendigen Klöstern entdecken können. So erhalten sie einen Einblick in gelebte Spiritualität und in die klösterliche Lebensform heute.

Im Kloster Roggenburg sind die Besucher bei den Prämonstratensern zu Gast. Hier kann man sich im Klostergasthof kulinarisch verwöhnen lassen. Aber natürlich laden die Prämonstratenser auch zu besinnlichen Angeboten ein: Junge Männer ab 16 Jahren, die sich für ein Klosterleben interessieren, sind herzlich eingeladen, ein Wochenende „hinter Klostermauern“ zu verbringen, um so die Aktualität des Ordenslebens selbst zu erfahren.

Das Kloster Hegne der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz hat mit der Theodosius-Akademie, die mit der Gemeinschaft stark verbunden ist und wo die Schwestern des Kloster Hegne mitwirken, ein vielseitiges Programm für alle vier Klostererlebnistage ausgearbeitet: Das Angebot reicht von gemeinsamen Gebetszeiten über meditative Kreistänze bis hin zu Kunstausstellungen.

Innere Ruhe und spirituelles Wohl kommen auch bei den Immakulataschwestern vom Seraphischen Apostolat nicht zu kurz: Die Gäste haben die Möglichkeit, im Kloster Brandenburg einen Gottesdienst zu feiern und mit den Schwestern zu beten. Außerdem bietet die Schwesterngemeinschaft eine Haus- und Gartenführung an, bei der zu Gesprächen und Austausch eingeladen wird. Kinder können darüber hinaus im Ökomobil das Leben im Waldboden entdecken.

Kunstliebhaber kommen in der Benediktinerabtei Ottobeuren auf ihre Kosten. In der Basilika Ottobeuren verbergen sich allerlei Schätze, die bei einer Basilika-Führung von den Gästen bestaunt werden können.

Einen „Erlebnistag mit Auszeit“ bieten die Franziskanerinnen von Reute an. Die Besucher werden an Orte geführt, die den Schwestern wichtig zum Leben und Beten sind. Bei Mittagessen und später beim Kaffee können sich die Gäste stärken. Die Phytopraktikerin (Expertin für Pflanzenheilkunde) Sr. Birgit informiert anschließend darüber, was die Schöpfung für uns an Gutem bereithält.

Bei den Benediktinerinnen der Abtei St. Erentraud in Kellenried kann man mit den Schwestern das Psalmensingen erlernen und gemeinsam mit ihnen beten.

Atmosphärisch und besinnlich wird es auf der Insel Reichenau: In Niederzell können Besucher in der Eginokapelle am Stundengebet der beiden Benediktinermönche teilnehmen, die mit der kleinen Cella St. Benedikt das mönchische Erbe der Insel wiederbelebt haben.

 „Ein Orden aus Ungarn im Argental“ – so heißt die Führung der Paulinermönche in Langau, bei der die Gäste das Kloster der Pauliner in Österreich kennenlernen. Die Paulinermönche pflegten stets engen Kontakt mit ihren Mitbrüdern in Ungarn, Kroatien und Polen.

Einige Klöster, wie Roggenburg oder das Kloster Hegne, bieten außerdem die Möglichkeit, im klostereigenen Hotel zu übernachten.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Broschüre finden sich auf dem Internetauftritt der Veranstaltung.