06.01.2019

Segen bringen - Segen sein!

von Schwester M. Elisabeth Büning

”Segen bringen – Segen sein” - so lautet das diesjährige Motto der Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk.

Wie jedes Jahr so sind auch in diesen Tagen Kinder und Jugendliche in unseren Gemeinden unterwegs. Verkleidet als „Könige“ ziehen sie in kleinen Gruppen von Tür zu Tür.

Sie singen das Dreikönigslied, sprechen ein Gebet und bitten um eine Geldspende für bedürftige Kinder, in diesem Jahr für Kinder mit Behinderungen in Peru. Deren Schicksal haben die „Sternsinger“ bei der Vorbereitung kennengelernt, anhand von Bildern, Filmen und Berichten.

Kinder helfen Kindern, das ist wichtig bei dieser Aktion. Wir Erwachsene begleiten sie und helfen ihnen, zu verstehen, dass uns das Schicksal anderer nicht gleichgültig sein darf, ob nun in Peru oder in der Nachbarschaft. Und wir erleben, dass die Sternsinger sich wirklich einsetzen – manchmal sind sie bei schlechtem Wetter unterwegs oder sie sind in einem Haus nicht willkommen und werden weggeschickt. Natürlich sind die zu erhoffenden Süßigkeiten auch ein Ansporn, mitzumachen, doch selbst diese werden mit bedürftigen Kindern in der Stadt geteilt.

Bevor die „Sternsinger“ weiterziehen, schreiben sie den Segen 20 C+M+B 19 mit Kreide an die Wohnungstür – oder sie befestigen ihn als Klebefolie auf den Türrahmen.

C + M+ B – viele Menschen verbinden diese Buchstaben mit den Namen der Könige, die zur Krippe kamen: Caspar, Melchior, Baltasar. Doch eigentlich stehen die Buchstaben für:

„Christus Mansionem Benedicat“ : Christus segne dieses Haus. Die Ziffern am Anfang und am Ende stehen für das Jahr 2019. Wir glauben, dass Christus jeden Tag dieses Jahres mit seinem Segen bei uns ist. 

„Segen bringen  - Segen sein“ – dies ist nicht nur ein Motto für die Kinder beim Dreikönigssingen, sondern auch für unser Leben.

Ich bringe mich mit meinem ganzen Leben ein, um Segen für andere zu sein.

Christus hat keine Hände, nur meine Hände, um den anderen Gutes zu tun, so heißt es in einem alten Gebet. Worauf warten wir noch?