03.02.2019

Blasiussegen

von Sr. M. Beate Brandt

Wenn wir Aussagen hören wie: „Ich habe einen Kloß im Hals!“ „Das habe ich in den falschen Hals bekommen!“ „Das schnürt mir den Hals zu!“, dann wissen wir, dass da etwas Unangenehmes vorausgegangen ist. Solche oder ähnliche Symptome, die sich auf den Hals beziehen, kennt wohl jeder von uns. Daneben gibt es natürlich auch die rein körperlichen Leiden des Halses wie Halsschmerzen, Angina oder Mandelentzündung. Das sind allesamt sehr unangenehme Erscheinungen, die oftmals nicht nur den Hals, sondern auch den ganzen Leib in Mitleidenschaft ziehen.

Wie wichtig der Hals ist, liegt auf der Hand: Wir können atmen, wir können essen und schlucken, wir haben eine Stimme. Einschränkungen im Halsbereich, ob die Mandelentzündung oder der dicke Kloß, schränken uns in unserer Lebensqualität mehr oder weniger stark ein.

So ist es gut, dass es die Tradition des Hals-Segens gibt. Dieser Segen geht auf den Heiligen Blasius zurück, der bereits seit dem 9. Jahrhundert als Patron gegen Halsleiden verehrt wird. Nach der Legende rettete der heilige Blasius einem Jungen das Leben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte.

Die Kirche kennt viele Arten von Segnungen, die allesamt zum Ausdruck bringen: „Guter Gott, in Dir ist das Heil, in Dir gibt es Rettung und Schutz. Auf Dich vertraue ich und lege mein Geschick in Deine Hände.“ Der Blasius-Segen ist der einzige Segen, der mit dem Licht zweier Kerzen gespendet wird. Christus selbst ist das Licht, das uns in unserer Dunkelheit leuchtet. In allen Widrigkeiten des Alltags dürfen wir darauf vertrauen, dass Er unser Leben hell machen möchte.

Der Empfang des Blasius-Segens sei ein Zeichen dafür, dass unser Leib und unsere Seele in Gottes Licht heil sein mögen. So spricht der Priester: „Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des Heiligen Blasius durch Christus unseren Herrn. Amen.“