05.01.2020

Auf geht's!

Von P. Johannes Siebner SJ

Wenn die Dynamik des Jahresendfestes abklingt …

Das klingt vielleicht zynisch, aber leider nehme ich es vielfach so wahr. Nicht zuletzt die unzählbaren Jahresrückblicke rund um Weihnachten und Silvester auf allen Kanälen tragen dazu bei. Es scheint, als ob wir an Weihnachten zurückschauen müssten. Dabei ist doch Weihnachten radikaler Neubeginn, radikale Neuschöpfung, Zukunft pur. Gott beginnt eine bzw. seine Geschichte mit uns – ganz neu. Von der Krippe her wird Geschichte geschrieben, auf meinen und euren Lebenslinien.

Dreikönig ist eine Einladung, diesen kreativen, nach vorn ausgerichteten Aspekt der Weihnacht zu verkosten. Epiphanie, Gott erscheint, lässt sich ansehen, anschauen, ja, anfassen. Suchende Menschen (Magier, Könige, vielleicht bin ich ja gemeint) machen sich auf den Weg. Die Wege der letzten Wochen – der Engel zu Maria, Maria zu Elisabeth, Josef zu Maria, die Beiden nach Bethlehem, die Hirten und die Könige zum Stall, an die Krippe, in die Anbetung, zum Kind. All diese Wege verklären nicht, was war, sondern führen voran, gestalten Leben – neues Leben.