05.07.2020

Was bleibt?

Von P. Innocent Izunwanne CSSp

Seit Monaten befinden wir uns in einer Ausnahmesituation. Das Coronavirus hat uns und unser Leben fest im Griff. Wir müssen und mussten auf viele Dinge, die uns lieb und wichtig sind, verzichten. Von heute auf morgen mussten wir unsere Lebensweise umstellen. Aber es ist nicht alles schlecht, was in dieser Krise passiert ist.

Ich denke da zum Beispiel an die Hilfsbereitschaft, die sich in vielen Teilen der Bevölkerung verstärkt hat, die gegenseitige Rücksichtnahme, aber auch den bewussteren Umgang mit den Mitmenschen und der Umwelt. Die Menschen haben ihre Umwelt anders kennengelernt, haben die Natur genossen und es kam nicht mehr darauf an, dass alles immer viel kosten muss. Man war schon damit zufrieden, dass man raus in die Natur durfte, was ja nicht überall möglich war.

Sicherlich fehlen die sozialen Kontakte und auch gerade für uns die Begegnung mit den Gläubigen. Aber auch da haben sich neue Türen und Tore geöffnet. Unsere Kreativität wurde gefragt. Es wurden neue Wege entwickelt, wie wir die Menschen trotz des Kontaktverbots erreichen und ihnen durch die Botschaft Gottes in dieser schwierigen Zeit Hoffnung und Zuversicht schenken können, sodass sie merken, dass sie nicht alleine sind.

Was sollten wir nun auf jeden Fall auch nach der Krise beibehalten? Die Rücksichtnahme gegenüber unseren Mitmenschen und der Natur, die Hilfsbereitschaft, die Willkommenskultur, wenn Menschen unsere Gottesdienste besuchen, die Kreativität und der Mut, neue Wege zu gehen. So wie es auch in einem Kirchenlied heißt: „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.“