Kolumne: Fordernde Wegstrecke!
Nicht immer sind wir einmütig unterwegs, bisweilen prallen deutliche Meinungsverschiedenheiten aufeinander, werden aktiv ausgetragen oder liegen schwer wie Blei in der Luft und erzeugen ein explosives Schweigen…..
Gerade aus so einer Situation kommend, lese ich das Evangelium vom 22. Sonntag i. J. und finde mich in den Differenzen, die Jesus und Petrus auszutragen haben. Da geht es hoch her, zwischen den beiden!
Petrus ist weit entfernt von der Zustimmung zu seinem Herrn und Meister. Jesus ist ebenso weit entfernt von seiner sonst so gütig akzeptierenden Haltung, mit der er Menschen begegnet. Die beiden ringen um die Zukunft, um Wunsch und Wirklichkeit. Mir scheint, jeder für sich ringt auch um ein tieferes Vertrauen ins Leben. Mich der Ungewissheit, den Herausforderungen und Schwierigkeiten überlassen, wer wünscht sich da nicht, es möge gut ausgehen!
Wir erfahren nicht, wie Petrus mit dieser Kränkung - denn Jesu Wortwahl ist schon massiv, umgehen lernt. Beide bleiben auf dem Weg nach Jerusalem, miteinander redend oder schweigend, mit großer Distanz oder neu angenähert???
Jesus weitet den Kreis der Zuhörer und versucht einen größeren Zusammenhang herzustellen.
Seine Worte sind und bleiben herausfordernd. Konflikte und persönliche innere Kämpfe bleiben keinem erspart bei diesem permanenten Anspruch Jesu, dem Leben zu trauen – weil Gott es mit uns wagt.
Hoffentlich gesellen sich auf dem Weg das Einverständnis und die Dankbarkeit dazu. Wenn Wegetappen bewältigt wurden, kostbare Weggefährten an der Seite waren, die Kraft größer war – als anfangs gedacht, Wertvolles und Sinnstiftendes den Weg bereichert hat u.v.m.