Ordensgemeinschaften in Deutschland

Kolumne: Pilgerin der Hoffnung im Nachgang

Irgendwie ist sie übriggeblieben, diese Pilgerin aus dem Logo vom Jahr der Hoffnung. Sie steht da mit ihrer Schriftrolle und einem Wort der Hoffnung, das für die Betrachter nicht lesbar ist. Sie steht in der Reihe der brennenden Kerzen.

Mich beschäftigt, was weitergeht von einem solchen Heiligen Jahr, wie wir es 2025 begangen haben. Und das angesichts der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse weltweit.  Die Fotos der Rom-Pilgerreise allein können es doch noch nicht gewesen sein. Konnte ich für einen Menschen ein Licht anzünden, in mir selbst einen mutigen Schritt setzen?

Jetzt am Beginn der Fastenzeit spüre ich den Impuls, erneut achtsam und zugewandt meinen Mitmenschen zu begegnen. Auch mir selbst, damit ich die Achtsamkeit tiefer erlerne und diese zum konkreten Tun wird. Darin gewinnt die Hoffnung Raum, die im Jetzt weiterschaut und Bewegung freisetzt.

„Die Hoffnung aber lässt uns nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ Röm 5,5

Der andere Mensch für mich – ich für die anderen – und Gott in uns. Diese Spur geht weiter. Sie lässt das Ja der Hoffnung wachsen.

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Über die Autorin

Sr. M. Teresa Slaby ist Generaloberin der Vinzentinerinnen in Hildesheim.

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