Kolumne: Unterwegs als Pilger der Hoffnung
Papst Franziskus rief für 2025 ein Gnadenjahr des Herrn aus und stellte es unter das einladende und ermutigende Motto: Als Kirche – Gläubige – Christen – Menschen “Unterwegs als Pilger der Hoffnung”. Bevor dieses Heilige Jahr wieder abgerundet, und die heilige Pforte in Rom verschlossen wird, möchte ich ein wenig Resümee ziehen:
Erstaunlicherweise begegnete ich dem LOGO und dem MOTIV-LIED zuerst an der Jahreswende ganz lebendig und aufrüttelnd in den vielen Kirchen und Gemeinden in Brasilien und Bolivien. Dort wurde es wiederum so gehandhabt, wie beim letzten Jubiläumsjahr, dass bestimmte Kirchen schön gestaltete heilige Pforten öffneten, und so das Pilgern vor Ort in den Diözesen kräftig unterstützt wurde. Schade, dass es uns untersagt wurde, viele Pilger nach Rom einzuladen und mit ihnen zu feiern. Wir machten bereits Pläne, welche heilige Pforten wir besuchen wollten, doch plötzlich gab es die gar nicht mehr.
Das LOGO, wie auch das MOTIV-LIED nahmen wir gerne für die Gestaltung von Festlichkeiten in unserer Gemeinschaft und darüber hinaus in vielfältiger Weise auf: Gestaltung der Osterkerze, die Einladung zu unserem Missionsjubiläen 90 Jahre Mission in Brasilien und 33 Jahre in Bolivien. Sie sind und waren sehr ansprechend und konnten die Menschen erreichen und berühren. Und jetzt, am Ende des Jubiläumsjahres erfasst uns Wehmut – mehr noch machen wir uns Gedanken über die Nachhaltigkeit dieses Themas für unser alltägliches Glaubensleben.
Schon das Vat. II sprach vom “pilgernden Gottesvolk” – und unsere ganze Heilsgeschichte angefangen im AT ist vom Wesen der Pilgerschaft geprägt. Wer pilgernd unterwegs ist, strebt ein Ziel an, einen Ort, eine Ankunft. Denken wir an die vielen Jakobspilger. Und wenn das Ziel, der Ort, die Ankunft scheinbar unerreichbar sind, dann ermöglicht es uns die Hoffnung dranzubleiben, unterwegs zu bleiben, durchzuhalten in unserem pilgernden Unterwegssein. Ist es nicht das, wonach sich viele Menschen unserer Zeit sehnen und sich an die Hoffnung klammern, wenn sie im Alltag mit ihren Grenzen, ihren Nöten und Sehnsüchten konfrontiert werden.
Deshalb braucht es diese PilgerInnen der Hoffnung, die zuversichtlich, vertrauensvoll und mit tiefer innerer Freude und Glaubensüberzeugnung unterwegs sind. In diesem Sinne ein Neues Jahr 2026 im Zeichen der hoffnungsfrohen Pilgerschaft!