12.03.2007

Mönch werden - länger leben

Lebenserwartung um bis zu vier Jahre höher

  • Mönch werden - länger leben

    (Foto: Erzabtei St. Ottilien)

Mönche haben einer Studie zufolge eine höhere Lebenserwartung als der Rest der männlichen Bevölkerung.
Der Unterschied liege zum Teil bei vier Jahren, wie der Rostocker Demographie-Professor Marc Luy bei der Auswertung der Lebensdaten in verschiedenen Klöstern herausgefunden hat. Dies sei sehr viel.
Solch große Unterschiede bei der Lebenserwartung seien selten.
Der Grund für diesen Befund müsse erst noch erforscht werden, sagte Luy der Zeitschrift "missionsblätter" der oberbayerischen Benediktinerabtei Sankt Ottilien.

Nach Auskunft des Demographen gibt es Hinweise darauf, dass Mönche weniger rauchen als der Bevölkerungsdurchschnitt.
Ordensleute selbst verwiesen auf ihren regelmäßigen Tagesablauf und die Tatsache, dass sie nicht mit 65 Jahren in Rente gingen.
Vermutlich trage auch das spirituelle Leben dazu bei, alltägliche Stressfaktoren zu verringern.

Bei Ordensschwestern konnte Luy dagegen keine vergleichbare Differenz beobachten. Frauen lebten außerhalb wie innerhalb von Klostermauern annähernd gleich lang. Von den Männern erreichten nur die Mönche eine fast gleiche Lebenserwartung. Dies zeige, dass die allgemein höhere Lebenserwartung bei Frauen mehr auf eine angemessene Lebensweise als auf biologische Grundlagen zurückgehe. (KNA)