13.07.2017

150 Jahre Comboni Missionare

Am 1. Juli 1867, also vor 150 Jahren, gründete Daniel Comboni ein "Institut zur Bekehrung Afrikas" und zu seiner Unterstützung das "Werk des Guten Hirten".

Mit 26 Jahren ging Daniel Comboni das erste Mal ans "Ende der Welt", nach Khartum. Damals war dort das Ende der zivilisierten Welt, die letzte Telegrafenstation, die letze Poststation, der letzte Arzt, der letzte Laden. Kaum ein damaliger Missionar - darunter junge, kräftige Männer - überlebte das Missionsvorhaben länger als ein paar Jahre. Die fremde Kultur und Sprache, das andere Essen, die Gewohnheiten der Menschen dort. All das setzte auch Comboni zu. Nur ein Jahr nach seiner Ankunft in Heilig Kreuz am Nil wurde er schwerkrank zurückgeholt, nachdem zwei seiner vier Begleiter bereits gestorben waren. 

Aber Comboni gab nicht auf. Er mischte sich unter die wenigen anderen, die das Abenteuer wagten, mitten unter Sklavenjäger und Elfenbeinhändler, um so zu den Menschen zu gelangen. Zurück nach Italien wollte er nicht, lies ihn doch die Situation der Menschen im Sudan nicht mehr los. Daher gründete er, kaum 36 Jahre alt, das Institut zur Bekehrung Afrikas, und später den Freundeskreis "Werk des guten Hirten", der später zum "Werk des Erlösers" umbenannt wurde. Nach Combonis Tod 1881 war seine Gründung fast am Ende. 1885 wurde sie in eine Kongregation umgewandelt, aus der dann 1923 eine deutsche und eine italienische Kongregation gebildet wurde, die sich 1979 unter dem Namen "Comboni-Missionare vom Herzen Jesu" wieder zusammentaten.

Begangen wurde das Jubiläum schon Ende Mai in Rom, und wurde in Form eines missionarischen Symposiums gefeiert. Das Symposium wurde am 1. Juni mit einer feierlichen Eucharistiefeier mit Kardinal Fernando Filoni, abgeschlossen, der im Vatikan für die weltkirchliche Dimension der Kirche verantwortlich ist.

Zur Homepage der Comboni-Missionare.