02.02.2018

2. Februar: Der große Tag der Begegnungen der Ordensgemeinschaften

Am Tag des geweihten Lebens treffen sich bundesweit Ordensfrauen und -männer in Gemeinschaften, Städten, Regionen und Diözesen

  • Darstellung des Herrn. Flügelaltar der Wallfahrtskirche Frauenberg bei Landshut. Foto: Sr. Petra Articus O.Cist.


Der 2. Februar - Fest der Darstellung des Herrn - wird seit zwanzig Jahren als "Tag des geweihten Lebens" gefeiert. In Deutschland wird dieser Tag heute an vielen Orten als Tag des gemeinsamen Gebetes der Ordensleute und der Begegnung untereinander begangen. Vielerorts lädt auch der Bischof zu einem gemeinsamen Gottesdienst und einem Zusammentreffen ein. Anknüpfend an die alte Tradition der Kerzenweihe an diesem Tag ist die Begegnung oftmals mit einer Lichtfeier oder einer Lichterprozession verbunden.

Als Fest der Begegnung des männlichen und weiblichen Zweigs ihrer Gemeinschaft begehen zum Beispiel die Hiltruper Herz-Jesu-Missionare und die Hiltruper Missionsschwestern diesen Tag. Die Schwestern kommen in das Missionshaus der Ordensmänner. Die Lichter der Kerzenweihe stehen bei dem festlichen Gottesdienst auf dem Altar - eine gemeinsame Mahlzeit im Anschluss darf nicht fehlen. Weil die Schwestern früher am 2. Februar ihren Professtag hatten, gibt es meist ein Ständchen für die Jubilarinnen.

In Düsseldorf treffen sich am 2. Februar die Ordensgemeinschaften aus der Stadt. Die einzelnen Gemeinschaften, denen es räumlich möglich ist, laden reihum dazu ein und gestalten dieses Treffen. In Düsseldorf gibt es in der Apollinaris-Woche im Juli ein weiteres Zusammentreffen der Ordensleute der Stadt. So hat sich ein gutes Miteinander der Ordensleute entwickelt: "Wir kennen uns und wissen voneinander. Und das ist gut.", sagt Schwester Christina Eßer von den Servitinnen in Düsseldorf.

Im oberbayerischen Kloster Benediktbeuern der Salesianer Don Boscos kommen am frühen Abend die Ordensleute der Region zu einer Vesper mit anschließender Agape - einem einfachen, gemeinsamen Mahl - zusammen. Eine Besonderheit gibt es in der niederbayerischen Stadt Landshut an der Isar, in der die Zisterzienserinnen der Abtei Seligenthal und die Solanusschwestern im Wechsel zum Tag der Begegnung am 2. Februar einladen: In Landshut stoßen zwei Diözesen zueinander: rechts der Isar gehören die Pfarreien und auch das Kloster der Solanusschwestern zur Diözese München während das Stadtgebiet links der Isar mit der Abtei Seligenthal zum Bistum Regensburg gehört. Das Treffen über die Bistumsgrenzen hinweg begehen die Ordensgemeinschaften mit einer Vespermesse und anschließender Agape.

Der "Tag des geweihten Lebens" wurde 1997 von Papst Johannes Paul II. eingeführt, um die Wertschätzung des Ordenslebens zu fördern. Der Leiter der Ordenskongregation im Vatikan, Kardinal Braz de Aviz, lädt alle Ordensleute und Mitglieder einer geistlichen Gemeinschaft ein, den Tag "gebührend zu feiern". Angesichts der niedrigen Zahlen an Neueintritten stellte er gegenüber Vatican News fest: "Wir befinden uns in einem Moment des Wechsels und einiger Schwierigkeiten, doch wir sehen auch viele Lichter am Ende des Tunnels. Es liegt an uns, dieses Licht zu stärken, das vom Heiligen Geist kommt und durch uns in der Welt wirkt." Es gehe auch darum, "vor allem junge Menschen auf die Schönheit des Geweihten Lebens hinzuweisen. Wir wissen, dass es viele Jugendliche gibt, die auf der Suche nach der wahren Freude sind. Wir selber wissen aber, dass die echte Freude nur vom Herrn kommen kann."

In vielen Bistümern feiert der Ortsbischof diesen Tag mit den Ordensfrauen und -männern in seinem Bistum. So sind diese im Bistum Mainz zu einer Begegnung mit dem neuen Bischof Peter Kohlgraf eingeladen. Eine Lichterprozession mit Pontifikalamt in der Augustinerkirche schließt sich an. Im Bistum Aachen findet die Lichtfeier und Vesper der Orden und Säkularinstitute um 18.00 Uhr im Hohen Dom statt, während im Erzbistum Bamberg zwei Gottesdienste mit Erzbischof Ludwig Schick stattfinden: am heutigen 2. Februar in St. Johannes in Auerbach und am Sonntag, 4. Februar in der Kirche Herz Jesu in Nürnberg.

Der Tag des geweihten Lebens in Würzburg greift bereits das Motto des Tags der offenen Klöster am 21. April auf: "Gut. Wir sind da." Die Ordensfrauen und Männer kommen am Nachmittag im Exerzitienhaus Himmelspforten zusammen. Im westfälischen Paderborn findet um 18.00 im Dom ein Pontifikalamt mit dem Benediktiner und Weihbischof Dominicus Meier mit anschließender Begegnung der Ordensleute des Erzbistums im nahegelegenen Michaelskloster statt. In Westfalen bildet der heutige Tag zudem den Auftakt für die Veranstaltungsreihe "finde dein Licht". 20 Klöster, Orte ehemaliger Klöster und christliche Gemeinschaften in Westfalen-Lippe haben sich zusammengefunden und bieten ein breites Programm