11.07.2019

Ordensgemeinschaften starten Angebot "Freiwilliges Ordensjahr"

Stellv. DOK-Vorsitzender Prior P. Bruno Robeck OCist und Projektkoordinatorin Sr. Maria Stadler MC schalten Internetauftritt ordensjahr.de frei.

Bild: angelika-kamlage.de

Eintauchen in das Klosterleben: Wer den Alltag von Ordensfrauen und -männern mit all seinen Facetten kennenlernen möchte, der kann seit dem heutigen 11. Juli in Deutschland an einem "Freiwilligen Ordensjahr" teilnehmen. Im Rahmen eines Pressegesprächs in Köln starteten der stellvertretende DOK-Vorsitzende, Zisterzienserpater Bruno Robeck, und Projektkoordinatorin Schwester Maria Stadler das Projekt.

Das "Freiwillige Ordensjahr" richtet sich an Menschen, die - ohne die bindende Perspektive eines Eintritts auf Dauer in die Ordensgemeinschaft - bis zu einem Jahr in einem Kloster mitleben möchten.

Pater Bruno freute sich, damit nun eine neue Möglichkeit von Teilhabe - ganz nah am Ordensleben - anbieten zu können: "Wir wollen mit Suchenden und Interessierten unser Leben teilen. Seit vielen Jahrhunderten wird in den Klöstern Glaube gelebt - an diesen Erfahrungen wollen wir teilnehmen lassen und freuen uns auf die Begegnungen, die daraus entstehen werden."

"Freiwilliges Ordensjahr", das heißt: leben, beten, arbeiten und lernen - gemeinsam mit Ordensfrauen oder Ordensmännern unter einem Dach. Dieses "Jahr" kann auch kürzer sein: Möglich ist ein Klosteraufenthalt ab drei Monaten. Die intensive Zeit im Kloster bietet die Chance, den eigenen Lebensweg zu überdenken und sich neu zu orientieren - unabhängig vom Lebensalter oder der persönlichen Situation. Nach dem Abitur oder der Ausbildung kann die Zeit im Kloster wichtige Impulse für die Berufswahl geben. Mitten im Berufsleben hilft eine Sabbatzeit dabei, neue Weichen zu stellen und Kraft für den Alltag zu sammeln. Ein Freiwilliges Ordensjahr nach dem Ende des Arbeitslebens vereinfacht den Übergang in den Ruhestand und hilft dabei, eine Antwort auf die Frage zu finden: Was kommt jetzt und wie gestalte ich meine zukünftige Zeit sinnvoll und erfüllt?

Schwester Maria wies darauf hin, dass das "Freiwillige Ordensjahr" etwas ganz Neues in der kirchlichen Landschaft in Deutschland sei: "Es ist ein Angebot, sich zusammen mit Christen, die diesen Glauben in einer besonderen Form leben, auf den Weg zu machen, ihr Leben eine Zeitlang zu teilen und sich gegenseitig zu bereichern."

Rund 30 Klöster und klösterliche Niederlassungen an vielen Orten in Deutschland sind zum Start des Projektes dabei. Die Grundzüge des Mitlebens in der Ordensgemeinschaft sind in der Regel in den Angeboten vergleichbar: In einer Kommunität (einer Gruppe von Ordensfrauen oder -männern) mitleben, zusammen mit den anderen beten, mit den anderen und für die anderen arbeiten. Ordensfrauen laden Frauen ein, Ordensmänner laden Männer ein. Dennoch kann die konkrete Form des Mitlebens sehr unterschiedlich sein, je nachdem, ob eine Ordensgemeinschaft z. B. eher im sozial-karitativen Bereich tätig ist oder ihr Schwerpunkt auf Gebet und Kontemplation liegt.

Im Rahmen des Pressegesprächs wurde die neue Internetseite des Projektes www.ordensjahr.de vorgestellt. Wer sich für das Freiwillige Ordensjahr interessiert, ist eingeladen, über diese Internetseite mit Koordinatorin Schwester Maria Kontakt aufzunehmen; sie steht mit Rat und Tat zur Seite.

Detaillierte Informationen zum Projekt "Freiwilliges Ordensjahr" finden sich auf der Internetseite www.ordensjahr.de.