29.01.2020

Gedenken anlässlich des 75. Todestages von P. Alfred Delp SJ

Im Mittelpunkt steht ein Gedenkgottesdienst mit Jesuitenprovinziel P. Siebner

P. Alfred Delp vor dem Volksgerichtshof (Foto: SJ-Bild)

Am 2. Februar jährt sich zum 75. Mal der Tag der Ermordung des Jesuitenpaters Alfred Delp SJ durch die nationalsozialistische Terrorjustiz: Am 2. Februar 1945 starb Alfred Delp im Alter von 37 Jahren am Galgen der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee.

Der Jesuitenpater Alfred Delp war Erzieher und Lehrer in St. Blasien im Schwarzwald und wirkte nach seiner Priesterweihe 1937 ab 1939 als Seelsorger in München. Delp, dessen Studienzeit sehr durch den „Bund Neudeutschland“ geprägt war, engagierte sich ab 1942 im Kreisauer Kreis, einer Widerstandsgruppe um Graf von Moltke, die eine Gesellschaftsordnung für die Zeit nach dem Nationalsozialismus entwerfen wollte; vor allem die Rolle der Katholischen Soziallehre war Delp dabei ein Anliegen.

Nachdem der Umsturzversuch vom Juni 1944 gescheitert war, wurde Delp, obwohl er an den Vorbereitungen des Attentats nicht beteiligt war, verhaftet und vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorwand des Hoch- und Landesverrats zum Tod am Galgen verurteilt. Am 2. Februar 1945 starb er in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee.

Anlässlich des 75. Todestags Alfred Delps finden verschiedene Gedenkgottesdienste statt; im Mittelpunkt steht dabei der Gedenkgottesdienst in Berlin am 2. Februar: Jesuitenprovinzial P. Johannes Siebner SJ feiert in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin, ganz in der Nähe der Hinrichtungsstätte Plötzensee, einen Gottesdienst, der live im Deutschlandfunk übertragen wird. Weitere Veranstaltungen finden in ganz Deutschland statt, etwa in München oder Mannheim, wo Delp geboren wurde. Nähere Informationen dazu und zu weiteren Veranstaltungen gibt es auf www.jesuiten.de.