25.01.2021

„Missionare und Missionarinnen auf Zeit“ – Missionsorden planen wieder Entsendung von Freiwilligen

         

Foto: Jesuiten

Einige deutsche Missionsorden bieten längere Auslands-Freiwilligendienste für sogenannte „Missionare und Missionarinnen auf Zeit“ (kurz: MaZ) an. Wegen der Corona-Pandemie mussten diese Programme pausieren. Allmählich treffen einige Ordensgemeinschaften, die solche Freiwilligendienste anbieten, wieder Vorbereitungen für die zukünftige Entsendung von Freiwilligen.

Die Jesuiten beispielsweise planen, „wenn es die Lage zulässt“, Freiwillige im August/September 2021 in europäische Partnerprojekte, z.B. in Bulgarien oder Rumänien, zu entsenden. Gerade jetzt, im Jahr nach Ausbruch der Corona-Krise, komme internationalen Freiwilligendiensten eine besondere Bedeutung zu: "Es ist wichtiger denn je, dass sich Menschen solidarisch für eine nachhaltige und gerechtere Welt einsetzen", erklärt Programmkoordinatorin Nicole Endres.

Auch für die „MaZler“, die sich auf einen Freiwilligendienst mit der von den Don Bosco Schwestern gegründeten Organisation VIDES bewerben, scheint ein Aufenthalt innerhalb Europas wahrscheinlicher als außerhalb. VIDES macht weiterhin darauf aufmerksam, dass die Entsendung aufgrund der Pandemie schwierig zu planen sei und setzt daher „mehr Flexibilität diesbezüglich“ für die Freiwilligen voraus. Grundsätzlich plant die Organisation Langzeitfreiwilligendienste (8 – 12 Monate) ab September 2021.

Im Sommer 2021 möchten auch die Steyler Missionare wieder Freiwillige entsenden. Die Vorbereitungen laufen bislang digital und somit Corona-konform. Auch die Salvatorianer, die Missionszentrale der Franziskaner, die Steyler Missionsschwestern oder die Hiltruper Missionsschwestern planen die Sommer-Ausreise 2021.

Wer sich für einen Freiwilligendienst mit dem MaZ-Programm der Spiritaner interessiert, kann vom 06.-07. Februar 2021 an einem Infowochenende teilnehmen. Für diejenigen, die nicht unbedingt an einem Freiwilligendienst teilnehmen möchten, aber ein wenig von dem „MaZ-Spirit“ mitbekommen möchten, ist die „Virtuelle Sofaecke“ interessant: Diese wöchentliche Zoom-Runde wurde letztes Jahr von zwei ehemaligen MaZlern ins Leben gerufen. „Wenn wir uns schon nicht in unserer Knechtstedener Sofaecke versammeln können, warum holen wir uns diese Sofaecke dann nicht virtuell zu uns nach Hause und treffen uns, zum Weinchen trinken, Träume spinnen und Spiele spielen auf Zoom?“ heißt es über dieses virtuelle Treffen, das jeden Dienstag um 20:00 Uhr stattfindet, auf der MaZ-Seite der Spiritaner. Jeden letzten Sonntag im Monat findet auch ein virtueller MaZ-Gottesdienst statt, zu dem auch Nicht-MaZler eingeladen sind. Die Zoom-Links für beiden Veranstaltungen erhält man vom MaZ-Team der Ordensgemeinschaft.