Ordensgemeinschaften in Deutschland

Einladung: Schöpfungsfest im Kloster St. Marienthal

Am 4. September lädt der Tag der Schöpfung im Kloster St. Marienthal dazu ein, Glauben, Natur und Schöpfungsverantwortung neu zu entdecken.



Am 4. September lädt das Kloster St. Marienthal in Ostritz gemeinsam mit dem Internationalen Begegnungszentrum, der ACK Sachsen, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und dem Bistum Dresden-Meißen zum diesjährigen Tag der Schöpfung ein. Unter dem biblischen Leitwort „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) verbindet der Tag Glauben, Naturerfahrung und ökologische Verantwortung.

Das Kloster blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. 1234 von Königin Kunigunde von Böhmen gegründet, ist St. Marienthal heute das älteste, ununterbrochen bestehende Zisterzienserinnenkloster Deutschlands. Kriege, Brände und Hochwasser haben den Ort immer wieder schwer getroffen, zuletzt die Flut von 2010, die die gesamte Klosteranlage überschwemmte. Am Tag der Schöpfung soll nun nicht die Zerstörung durch Naturgewalten, sondern die Schönheit und Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt stehen.

Bereits am Vormittag setzen die Werkstätten Görlitz, die Menschen mit Behinderungen beruflich fördern und begleiten, gemeinsam mit einer tschechischen Gruppe ein praktisches Zeichen für nachhaltiges Handeln. Die internationale Umweltaktion macht deutlich, dass Verantwortung für die Schöpfung im konkreten Tun beginnt und besonders dort gelingt, wo Menschen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten.

Das offizielle Programm beginnt um 15:30 Uhr mit einer Begrüßung im Kloster. Ab 15:45 Uhr laden verschiedene Stationen rund um St. Marienthal dazu ein, die Natur unmittelbar zu erleben und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Zur Auswahl stehen Führungen zum Wasserkraftwerk, über die Streuobstwiese und durch den Oberlausitzer Zukunftswald, eine Kräuterführung, ein Besuch der Klostergärtnerei sowie Informationen am Baumschulstand. Jede Station eröffnet eine eigene Perspektive auf die Vielfalt und Zukunft unserer Umwelt.

Um 17 Uhr spricht Dr. Fritz Brickwedde, langjähriger Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, im Cesal-Pia-Haus zum Thema „Gottes gute Schöpfung ist gefährdet – was können wir tun?“.

Um 18:30 Uhr feiern die Teilnehmenden in der Klosterkirche einen ökumenischen Gottesdienst mit Generalvikar Andreas Kutschke. Die Predigt hält Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel.

Den Abschluss bildet ein Konzert der polnischen Band „Sanctus“ aus Danzig im AmViehTheater. Mit Musik und Begegnung klingt der Tag grenzüberschreitend und in lebendiger Atmosphäre aus.

Die Geschichte von St. Marienthal zeigt, wie eng der Mensch mit den Kräften der Natur verbunden ist. Der Tag der Schöpfung lädt dazu ein, diese Verbindung neu zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie die Schöpfung auch für kommende Generationen bewahrt werden kann.

Deshalb besteht eine herzliche Einladung, diesen besonderen Tag in St. Marienthal gemeinsam zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Schöpfung zu feiern.


Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des Kloster Marienthals  oder auf der Website des IBZ.