Ausgabe 2/ 2026
Themenschwerpunkt: Eucharistie
Im zweiten Heft der Ordenskorrespondenz 2026 schreiben die Autoren und Autorinnen aus verschiedenen Blickwinkeln über das für den christlichen Glauben elementare Thema der Eucharistie. Gerade wo es mittlerweile an einigen Klöstern immer schwieriger wird, den täglichen Gottesdienst mit Eucharistie zu gewährleisten, immer weniger Menschen die Kirche besuchen und sich die Frage aufdrängt, wie damit nun in Zukunft damit umgegangen werden könnte, diskutieren nun die Autorinnen und Autoren in dieser Ausgabe Eucharistie und Liturgie. Im Vorwort fasst Br. Andreas Murk OFMConv., Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz, das ganze folgendermaßen zusammen:
"Wenn sich diese Ordenskorrespondenz der Eucharistie widmet, „der Quelle und dem Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“, wie es die Konzilsväter formuliert haben (LG 11), dann einem Thema, das uns tagtäglich begleitet: Sei es, weil die Eucharistie selbstverständlicher Teil des klösterlichen Tagesablaufs ist; sei es, weil sie mangels Priester vor Ort nicht mehr mit gleicher Regelmäßigkeit gewährleistet ist wie früher. Es ist ganz bestimmt hilfreich, wenn dieses Heft mit einem fundierten biblischen Beitrag beginnt: Ansgar Wucherpfennig bietet einen Blick auf die Eucharistie aus johanneischer Perspektive. Sr. M. Thekla Hofer von den Auerbacher Schulschwestern sieht in „Orden und Eucharistie zwei untrennbare Wirklichkeiten“ – und kann von ganz praktischen Erfahrungen berichten, um die tägliche Messfeier sicherzustellen. Die Benediktinerinnen in Dinklage feiern die Eucharistie „nur noch“ sonntags und donnerstags. Ein längerer Überlegungsprozess ging dieser jetzigen Praxis voraus und hat dazu geführt, dass die Messe „neu zum Höhepunkt und zur Quelle geworden“ ist. Was den verkündigenden Teil der Eucharistiefeier anbelangt, fordert die Dominikanerin Sr. Kerstin-Marie Berretz dazu auf, „nach draußen zu gehen“. Zwei weitere Beiträge widmen sich der eucharistischen Anbetung – ob im Kloster oder im Rahmen von „Nightfever“. Dass aber auch das heimische Wohnzimmer zum Gottesdienstort werden kann, beleuchtet ein Beitrag zum Thema „Fernsehgottesdienste“. Weitere Perspektiven weiten den Blick international: Wie sieht Liturgie in internationalen Kommunitäten aus? Was unterscheidet andere Riten – hier den zairischen Ritus – von der römischen Liturgie? Wie feiern indigene Völker in Amazonien die heilige Messe? Abgerundet wird der Thementeil mit einem liturgiewissenschaftlichen Beitrag, der auf weitere liturgische Formen im Ordensleben blickt, die gerade heute an Bedeutung gewinnen. Wer im Kloster lebt, weiß, wie vortrefflich man sich um und über die Eucharistie streiten kann: Was ist richtig, was ist falsch? Was geht gerade noch oder schon nicht mehr? Möglicherweise gehören solche Diskussionen dazu. Die Ordenskorrespondenz will hier nicht polarisieren oder dieses oder jenes bevorzugen, wohl aber Anstöße zur Reflexion geben, die auch Gemeinschaften helfen können, eine gute Praxis zu finden."