Ausgabe 2/2013

Schwerpunktthema "Erinnerung an das Konzil und die Bedeutung der Wahl eines Ordensmannes zum Papst"

In der letzten Ausgabe der Ordenskorrespondenz haben Ordensfrauen und -männer der Konzilsgeneration ihre Erinnerungen bezüglich des Konzils zu Papier gebracht und sehr persönlich Bilanz des Konzils und der Folgejahre gezogen. Im vorliegenden Heft greift die OK dieses Thema nochmals auf: In meditativer Form erinnert sich Victor Hahn CSsR an das Konzil, von dem der Ratzingerschüler heute bekennt, es habe sein Leben geprägt. Aus kirchenrechtlicher Sicht beleuchtet Dominicus Meier OSB die Erneuerungsimpulse, die von „Perfectae caritatis“ ausgegangen sind. Wie sehr die Reformen im Anschluss an das Konzil auch grundlegende Prinzipien des Ordenslebens in Frage stellten wird inzwischen auch historisch-wissenschaftlich aufgearbeitet. Der Beitrag von Kirsten Oboth „Ein Sturmwind der Erneuerung“ zeigt dies am Beispiel des Gehorsamsgelübdes und der Konstitutionen der Schwestern vom Guten Hirten. Darin wurde das Gelübde im Nachgang zum Konzil vollkommen neu interpretiert. Dass es jedoch auch für eine Erneuerung des Ordenslebens bleibende Grundsätze gibt, zeigt Franz Meures SJ in seinem Artikel auf.

Vieles ist in den vergangenen Wochen und Monaten bereits über Papst Franziskus - den ersten Ordensmann seit 167 Jahren auf dem Stuhl Petri - geschrieben worden. Dass sich der Jesuit mit der Wahl seines Namens in den Zusammenhang einer weiteren großen Ordenstradition gestellt hat, greift die Ordenskorrespondenz in zwei Beiträgen auf: Aus ignatianischer Perspektive fragt Cosima Kiesner SJ nach der Bedeutung dieser Wahl und aus franziskanisch-lateinamerikanischer Sicht formuliert Augustinus Diekmann OFM Erwartungen für das Pontifikat. In seinem Beitrag über Ordenleute als „Grenzgänger des Glaubens“ fragt auch Stefan Kiechle SJ, was es für die Kirche bedeutet, dass ein Ordensmann zum Papst gewählt worden ist. Christian Klenk präsentiert die Ergebnisse einer Erhebung zum Markt der Ordens- und Missionspresse in Deutschland. Und Bernhard Meiners zeigt an Beispielen auf, inwieweit die aktuelle "Sinus-Milieu-Studie" Aussagen über Zielgruppen und Ansprechpartner von Ordensgemeinschaften erlaubt.

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