Ausgabe 1/2014

Schwerpunktthema "Ordensleben und Liturgie"

In diesen Wochen und Monaten wird nach und nach in den Diözesen des deutschsprachigen Raums das neue Gotteslob eingeführt. Für die Gemeinden kann es als das zentrale Gestaltungsmittel für die Liturgie und auch für persönliches Gebet bezeichnet werden. Aber auch in Klöstern und überall dort, wo Ordensgemeinschaften in der Seelsorge tätig sind, spielt das Gotteslob als „katholisches Gebet- und Gesangbuch“ eine wichtige Rolle. Der einleitende Beitrag dieses Ordenskorrespondenzheftes von Ewald Volgger OT nimmt das neue Buch in den Blick und zeigt auf, welche Rolle es auch in der gemeinschaftlichen Liturgie und in der kategorialen Seelsorge von Ordensfrauen und -männern spielen kann.

Seit den Anfängen des Mönchtums gehört die Liturgie zu den Grundvollzügen des Ordenslebens. Die Ordenskorrespondenz blickt auf tradierte Formen des Betens wie den gregorianischen Choral und die eucharistische Anbetung und fragt nach ihrer Relevanz heute. Weitere Beiträge widmen sich der Einführung von Novizinnen in die klösterliche Liturgie, der Sorge vor dem eigenen Versagen beim Singen, der Frage nach dem Verhältnis von persönlichem und kommunitärem Gebet und den Möglichkeiten von Liturgie in Kleinkommunitäten und Seniorenkonventen.

"Eine Pfarrei ist kein Kloster" stellt Michael Pfeiffer in seinem Beitrag fest und schlägt für die Gemeindearbeit eine Form des Tagzeitengebets vor, das von den klösterlichen Gepflogenheiten abweicht. M. Ancilla Röttger OSC zeigt andererseits, wie im Dom zu Münster klösterliches Stundengebet gemeinsam mit den Menschen der Stadt gelingt. Kontemplatives Gebet und der alltägliche touristische Trubel finden hier nebeneinander ihren Platz.

Papst Franziskus hat im vergangenen November im Rahmen einer Audienz für die Union der Generaloberen nicht nur Reformen bezüglich des Verhältnisses von Diözesen und Orden angekündigt, sondern auch ein "Jahr der Orden" angekündigt. Die Ordenskorrespondenz dokumentiert das Protokoll dieser Zusammenkunft.

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