Ausgabe 3/2014

Schwerpunktthema: "Vom Leiten im Orden"

„Sich richtig wichtig nehmen. Vom Leiten im Orden“ – unter dieser Überschrift – angelehnt an einen Buchtitel von Abt Johannes Eckert OSB – stand der Studienteil der diesjährigen DOK-Mitgliederversammlung. Eine Fülle von Gesichtspunkten kam in den Gesprächs- und Diskussionsrunden zur Sprache. Von der Vielfalt der Aspekte, die mit der Frage nach Ordensleitung verbunden sind, vermittelt die „Wortwolke“ auf Seite 270 in diesem Heft einen Eindruck. Sie wurde von den Oberinnen und Oberen auf der Tagung zusammengetragen.

Der Schwerpunkt dieses Heftes setzt die Beschäftigung mit der Leitungsthematik fort. Unsere Autorinnen und Autoren zeigen Bezüge zwischen tradierten Ordensregeln und Leitungsfragen der Gegenwart auf, gehen auf die Fragen ein, ob Leiten erlernbar ist und ob es auch in Teilzeit ausgeübt werden kann. In einem durchaus streitbaren Beitrag wird erörtert, ob Frauen und Männer in unterschiedlicher Weise leiten. Was - im Unterschied zur Leitung einer Ordensgemeinschaft - beim Management eines in christlicher Verantwortung getragenen Ordenswerkes zu berücksichtigen ist und wie (Haus-)Obere damit umgehen können, dass die Mitglieder manch einer Kommunität in externen Gestellungen tätig sind und also „zwei Herren dienen“, das sind weitere Gesichtspunkte, auf die dieses Heft eingeht.


Die Mitgliederversammlung der DOK verabschiedete auch aktualisierte Fassungen der Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch sowie einer Rahmenordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Beide Texte sind in diesem Heft dokumentiert.


Vielbeachtet wurde schließlich der „Tag der offenen Klöster“ am 10. Mai. Über 350 Klöster in ganz Deutschland haben sich daran beteiligt. Wie haben die Klöster selbst diesen Tag wahrgenommen? Die Ordenskorrespondenz hat fünf Ordensleute um eine Schilderung ihrer persönlichen Eindrücke und eine konstruktiv kritische Bewertung des Ereignisses gebeten. Die Antworten finden sich auf Seite 330ff.

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