Ausgabe 4/2015

Themenschwerpunkt "Mission in allen Kontinenten"

Im November haben wir hier auf orden.de die Arbeit dreier Ordensgemeinschaften vorgestellt, die „Wurzelarbeit“ in Sachen Flüchtlingshilfe in den Krisengebieten der Erde leisten. Ordensleute, die im Südsudan, in Syrien und in Afghanistan tätig sind, berichten dort über ihre Präsenz in diesen Ländern. Missionarinnen und Missionare aus Deutschland, die die dort oft schwierigen Situationen zu bewältigen haben, kommen seit vielen Jahren im Zuge ihres Heimaturlaubs zu einer Studienwoche zusammen. Die DOK lädt dazu in Kooperation mit dem Steyler Missionswissenschaftlichen Institut ein. Erstmals berichtet die Ordenskorrespondenz ausführlich über diese Studienwoche und dokumentiert Beiträge der Referenten der Tagung. Zum Thema „Mission in allen Kontinenten“ ging es um einen Rundumblick auf sehr unterschiedliche Herausforderungen und Fragestellungen in Lateinamerika, China, Afrika und Deutschland.

Eines wichtigen Teilaspekts der Arbeit der Missionarinnen und Missionare hat sich in diesem Jahr die „Ordenstagung Mission“ der Konferenz missionierender Orden (KMO) angenommen: Unter dem Motto „Und heilt die Kranken, die dort sind“ (LK 10,9) ging es in Zusammenarbeit mit dem Missionsärztlichen Institut, Würzburg, um globale Gesundheitsfragen und das Engagement der Orden in diesem Bereich. Die Ordenskorrespondenz dokumentiert Beiträge auch dieser Tagung sowie die dort am 13. September verabschiedete „Nürnberger Erklärung für eine gesunde Zukunft der Menschheit“.

Einleitend beschäftigt sich das vorliegende Heft aus kirchenrechtlicher Perspektive mit Möglichkeiten und Grenzen der Verbindung der Lebensmodelle von gemeinschaftlichem und eremitischem Leben. Ein Bericht über ein soziologisches Seminar mit dem Titel „Klosterforschung“, das im vergangenen Sommersemester an der Universität Gießen stattfand, macht deutlich, in welcher Weise sich junge Studierende dem Thema „Kloster“ nähern (können), für die Ordensleben zuvor eine unbekannte Welt gewesen ist.