Bonn. Zu seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz haben DOK-Vorsitzender Br. Andreas Murk OFM Conv. und DOK-Generalsekretär Dr. Hubert Wissing dem Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, herzlich gratuliert.
Deutschlands Bischöfe hätten „mit einem wohl sehr klaren Blick auf die anstehenden Herausforderungen und die Fähigkeiten, die es dafür braucht, um sie möglichst gut zu bewältigen“ gewählt, heißt es in dem Gratulationsschreiben. Schon bei seiner ersten Pressekonferenz habe Wilmer nach seiner Wahl zwei deutliche Akzente – geistlich wie sozial – gesetzt: „Gott Raum geben!“ und „alle Aufmerksamkeit den Menschen mit verwundetem Herzen“. In diesen ersten Worten als Vorsitzender der Bischofskonferenz hörten sie auch einen Widerhall des Auftrags von Papst Franziskus und Papst Leo an die Ordensfrauen und -männer, an „die Ränder der Gesellschaft“ zu gehen und an der Seite der Ärmsten zu stehen, so Br. Andreas und Dr. Wissing.
Sie äußerten ihre Freude, „dass an der Spitze der Kirche in Deutschland in den nächsten sechs Jahren ein Bischof stehen wird, dem das Ordenscharisma bestens vertraut ist“. Tief verwurzelt in der Spiritualität der Herz-Jesu-Priester habe P. Wilmer in vielfältigen Aufgaben Verantwortung übernommen, bevor er zum Bischof von Hildesheim ernannt wurde.
„Gerade, wo auf allen Seiten Kräfte nachlassen, Ressourcen knapper werden und Synergien gesucht werden müssen, sind wir fest davon überzeugt, dass das geweihte Leben in der Kirche auch weiterhin seinen festen Platz hat, und seinen spezifischen Beitrag dazu leisten kann, damit die Kirche ihrem Auftrag zur ständigen Erneuerung treu bleiben kann“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Als Ordensobernkonferenz freuen wir uns, wenn wir da im Miteinander mit der Deutschen Bischofskonferenz unsere Stimme einbringen dürfen, und auch in Ihnen persönlich sicherlich einen verständnisvollen und kenntnisreichen Gesprächspartner in den Freuden und Sorgen der Ordensleute finden werden.“
Für die Kirche in Deutschland, so Br. Andreas und Dr. Wissing, seien sie zuversichtlich, dass Bischof Wilmer ihr eine Stimme geben werde, die auch in den gesellschaftlichen Debatten gehört werde.