Studientag: Missbrauch und Gelübde

Die Erschütterung des sexuellen Missbrauchs hat auch Ordensleute für die Thematik Macht, Ohnmacht und Machtmissbrauch sensibilisiert. Seit einiger Zeit wird an vielen kirchlichen Orten auch geistlicher (Macht-)Missbrauch aufgedeckt und problematisiert.

Nun geben Ordensleute mit der Ablegung der Gelübde sehr viel Macht an Oberinnen oder Obere ab. Besonders das Gehorsamsgelübde wurde und wird dazu gebraucht, mit Macht Menschen zu steuern – immer wieder gab es Verfehlungen, Autoritarismus, Missbrauch. Welche Spiritualität und Theologie – oder welche falsche Ideologie? – stehen hinter dem Gehorsamsgelübde? Wann können diese zu Machtmissbrauch verführen? Wie können wir Ordensleute unsere Gelübde so deuten, dass sie auch in machtsensiblen Zeiten zum spirituellen Wachstum und zum apostolischen Wirken helfen? Welche Praxis des Gehorsams ist heute möglich und zielführend? Was kann das Ordensleben mit einer guten Praxis der Gelübde zur Erneuerung der Kirche beitragen?

Der Studientag arbeitet mit Impulsen der Referenten und mit Workshops, bei denen die Erfahrungen und Reflexionen der Teilnehmenden einbezogen werden.

Termin und Kursort

Freitag, 16.10.2020, 14:00 Uhr, bis Samstag, 17.10.2020, 16:00 Uhr

Forum Vinzenz Pallotti
Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

Anmeldung

Anmeldeschluss: 10.07.2020

Die Details zu diesem Kurs sind noch in Vorbereitung und zu einem späteren Zeitpunkt hier zu finden.

Kursleitung

Prof. Dr. Sr. Margareta Gruber OSF

Franziskanerin von Siessen, Professorin für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar/Koblenz, seit Juli 2019 Leiterin von RUACH – bildung der ordensleute

P. Dr. Stefan Kiechle SJ

Jahrgang 1960, seit 1982 Jesuit, 1989 Priesterweihe. Promotion über die Spiritualität des hl. Ignatius von Loyola; Hochschulpfarrer, Novizenmeister, Leiter der Offenen Tür in Mannheim; 2010 – 2017 Provinzial der Deutschen Jesuitenprovinz; ab Herbst 2017 Koordinator für ignatianische Spiritualität und Chefredakteur der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“.

Referent/innen

N.N.