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Studientag: Missbrauch und Gelübde

Die Erschütterung des sexuellen Missbrauchs hat auch Ordensleute für die Thematik Macht, Ohnmacht und Machtmissbrauch sensibilisiert. Seit einiger Zeit wird an vielen kirchlichen Orten auch geistlicher (Macht-) Missbrauch aufgedeckt und problematisiert.

Nun geben Ordensleute mit der Ablegung der Gelübde sehr viel Macht an Oberinnen oder Obere ab. Besonders das Gehorsamsgelübde wurde und wird dazu gebraucht, mit Macht Menschen zu steuern – immer wieder gab es Verfehlungen, Autoritarismus, Missbrauch. Welche Spiritualität und Theologie – oder welche falsche Ideologie? – stehen hinter dem Gehorsamsgelübde? Wann können diese zu Machtmissbrauch verführen? Wie können Ordensleute ihr Gelübde so deuten, dass sie auch in machtsensiblen Zeiten zum spirituellen Wachstum und zum apostolischen Wirken helfen? Welche Praxis des Gehorsams ist heute möglich und zielführend? Wie kann das Ordensleben mit einer guten Praxis der Gelübde zur Erneuerung der Kirche beitragen?

Der Studientag arbeitet mit Impulsen der Referent/innen und mit Workshops, bei denen die Erfahrungen und Reflexionen der Teilnehmenden einbezogen werden.

Die Referent/innen verstehen sich als Impulsgeber/innen, die mit den Teilnehmer/innen ein Werkstattgespräch initiieren. Alle Beteiligten verstehen sich als „Betroffene“. Persönliche Zeugnisse einzelner Betroffener sind deshalb nicht im Fokus. Die Denkrichtung der Tagung geht nicht in Richtung Aufarbeitung (das geschieht an anderer Stelle), sondern nach vorne, in Richtung geistiger und geistlicher Prävention von Missbrauch durch eine erneuerte Theologie und Praxis der Gelübde, die wir langsam aber entschieden zu entwickeln haben. Der Prozess ist offen und wird u.a. durch diesen Studientag angestoßen.

Termin und. Kursort

Freitag, 16.10.2020, 14:00 Uhr, bis Samstag, 17.10.2020, 16:00 Uhr

Priester- und Gästehaus Marienau
Höhrer Str. 86, 56179 Vallendar

Kurskosten: 90 Euro (zuzüglich Kosten für Unterkunft und Verpflegung ca. 100 Euro)

zur Anmeldung

Anmeldeschluss: 10.07.2020

Referentinnen und Referenten

Prof. Dr. Sr. Margareta Gruber OSF

Franziskanerin von Siessen, Professorin für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar/Koblenz, seit Juli 2019 Leiterin von RUACH – bildung der ordensleute

Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR

Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR

Missionsschwester vom Heiligsten Erlöser, Dr. Theol., Ordenstheologie, theologische, pastorale, spirituelle Fortbildung, interkulturelle Trainerin, Fachreferentin im Bereich Anwaltschaft, Pastoral d. Dreikönigsaktion der Kath. Jugendschar Österreich

P. Dr. Stefan Kiechle SJ

Jahrgang 1960, seit 1982 Jesuit, 1989 Priesterweihe. Promotion über die Spiritualität des hl. Ignatius von Loyola; Hochschulpfarrer, Novizenmeister, Leiter der Offenen Tür in Mannheim; 2010 – 2017 Provinzial der Deutschen Jesuitenprovinz; ab Herbst 2017 Koordinator für ignatianische Spiritualität und Chefredakteur der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“.

Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF

Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF

Jahrgang 1964, Dipl. Theol., Dr. Psych., Tätigkeiten in der Gemeinde- und Berufungspastoral, psychologischen Begleitung, Provinzoberin der Franziskanerinnen von Lüdinghausen; Mitarbeiterin im Beratungsdienst „CENTRO-Psychologische Begleitung für Menschen im Dienst der Kirche”, Münster, Vorsitzende der DOK

Prof. Dr. Benedikt Kranemann

Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, Leiter des „Theologischen Forschungskollegs“, Sprecher des Research Centre „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Prof. Dr. Joachim Negel

Impulsgeberinnen und Impulsgeber

Sr. Dorothee Breyer OSF

Franziskanerin von Siessen, Exerzitienleiterin (IMS), Pastoralreferentin, Musikerin, 1992-2014 im Leitungsdienst der Gemeinschaft (Noviziat, Mutterhaus, Generalleitung)

Foto: Bernhard Raspels

Prof. Dr. Tobias Specker SJ

Promotion in Fundamentaltheologie, 2001 Eintritt in den Jesuitenorden, Islambeauftragter der Diözese Speyer, 2010-2013 Studium des neu gegründeten Studiengangs „Islamische Studien“, seit dem Wintersemsester 2014/2015 Juniorprofessor der Stiftungsprofessur „Katholische Theologie im Angesicht des Islam“ an der PTH St. Georgen

N.N.