Unsere Gründerinnen und Gründer
ANMELDUNG
Das 2. Vatikanische Konzil hat den Ordensleuten die „ständige Rückkehr zu den Quellen jedes christlichen Lebens und zum Geist des Ursprungs der einzelnen Institute“ (PC 2) ans Herz gelegt. Seitdem ist das jeweilige Gründungscharisma wieder mehr in den Blick gerückt: Quellenschriften wurden erforscht, übersetzt und interpretiert, Gründerinnen und Gründer wurden Teil einer intensiven Beschäftigung in Orden und Kongregationen.
Unser neues Format „Unsere Gründerinnen und Gründer“ nimmt in Videokonferenzen wichtige Gestalten des Ordenslebens in den Blick: Wer waren sie? Was war ihr Anliegen? Was haben sie uns heute zu sagen? Nach einem knapp einstündigen Referat ist jeweils ein kurzer Austausch vorgesehen.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich, um die Zugangsdaten zu erhalten.
Ladies first: Klara von Assisi
Klara von Assisi steht oft im Schatten ihres Weggefährten und Freundes des hl. Franz von Assisi. Zweifellos war er prägend für ihr Leben. Doch Klara hat mit erstaunlichem Selbstbewusstsein und größtmöglicher Klarheit über ihre Berufung ihren eigenen Lebensweg gesucht. So war sie etwa die erste Frau in der Geschichte, die eine Ordensregel schrieb und eine konsequente Netzwerkerin für den weiblichen Teil der Armutsbewegung. Von der Familie bis zum Papst: So mancher Widerstand musste dabei überwunden werden. Bis heute kann Klara nicht nur Frauen inspirieren, beharrlich und treu den eigenen Weg zu gehen.
Termin
Donnerstag, 05.03.2026
19:30 Uhr bis 20:45 Uhr
online per Videokonferenz
Referentin
Dr. Martina Kreidler-Kos
Wer ist eigentlich: Stephan Harding?
Der hl. Bernhard von Clairvaux ist auch heute noch bekannt. Er gründete das Kloster in Clairvaux, das zum Vorbild für viele weitere Zisterzienserklöster wurde. Als „organisatorischer Kopf“ der Zisterzienser gilt aber der englische Mönch Stephan Harding (ca. 1060-1134). Die von ihm verfasste „Carta Caritatis“ gilt als die eigentliche Ordensgründung 1119. Dieses bahnbrechende Regelwerk beförderte die rasante Ausbreitung des Ordens in ganz Europa.
Termin
Donnerstag, 11.06.2026
19:30 Uhr bis 20:45 Uhr
online per Videokonferenz
Referent
P. Dr. Johannes Müller OCist
In aller Munde: Augustinus von Hippo
Seit mit Papst Leo XIV. ein Augustiner auf dem Stuhl Petri sitzt, ist das Interesse an Augustinus spürbar gestiegen – lebendig war es ohnehin immer, gilt doch der ehemalige Bischof von Hippo als einer der bedeutendsten Kirchenväter der westlichen Kirche. Auf die von ihm geschriebene Augustinusregel berufen sich die Augustiner als geistliche Grundlage. Seine Gedanken haben eine ganze Ordensfamilie geprägt.
Termin
Donnerstag, 19.11.2026
19:30 Uhr bis 20:45 Uhr
online per Zoom-Konferenz
Referent
P. Christian Rentsch OSA
Teilnahmegebühr
kostenlos
Anmeldung: Es kann die gesamte Reihe oder auch nur eine Veranstaltung gebucht werden.
Anmeldeschluss: Anmeldung ist möglich bis eine Woche vor den Veranstaltungen.
Referent/innen
Dr. Martina Kreidler-Kos,
Leiterin des Seelsorgeamts im Bistum Osnabrück, Lehrbeauftragte an der Philosophisch-theologischen Hochschule Münster im Bereich franziskanische Spiritualität
P. Dr. Johannes Müller OCist
Priester seit 1992, Zisterzienser seit 1993 in Langwaden, 2001 Doktorat in monastischer Theologie an S. Anselmo in Rom, 2001 bis zur Auflösung 2017 in Himmerod, zuletzt als Abt. Seitdem in der Oberlausitz mit Diensten in den Frauenklöstern Marienstern und Marienthal und im Bistum Dresden-Meißen.
P. Dr. Christian Rentsch OSA,
Augustiner, Dr. theol., Prior des Konventes Maria Eich in Planegg bei München, seit 2023 Novizenmeister der Bayerisch-deutschen Augustinerprovinz, Lehrbeauftragter für Liturgik und Latein an der Hochschule für Musik und Theater München.