Ausgabe 1/2015

Themenschwerpunkt: Orden und diözesan verfasste Kirche

Die Ordenskorrespondenz hat bereits darüber berichtet: Papst Franziskus plant ein neues Dokument zum Ordensleben. Es soll auf die Unterweisung „Mutuae relationes“ aus dem Jahr 1978 folgen, die sich mit den Beziehungen von Bischöfen und Ordensleuten befasste. Die Unionen von Generaloberinnen und -oberen (UISG und USG) haben dem Vatikan eine intensive Mitarbeit an dem neuen Dokument angeboten. Ein „Konzil der 16“, gebildet aus acht Generaloberen und acht Generaloberinnen, hat einen umfangreichen Vorschlag zu möglichen Inhalten des Dokuments sowie zu dessen Entwicklung erarbeitet und Ende November 2014 dem Sekretär der Religiosenkongregation übermittelt.

Die Ordensgemeinschaften bieten damit die intensive Beteiligung an der Erarbeitung des Dokuments an und regen an, diese als synodalen Prozess zu gestalten.

In Deutschland fand zum Beginn des Jahres der Orden am 1. Dezember 2014 in München ebenfalls ein Studientag zu Perspektiven für eine „Neubeschreibung des Verhältnisses von Bischöfen und Ordensleuten in der gemeinsamen Sendung“ statt. Auch diese DOK-Veranstaltung griff die Initiative des Papstes auf. Ergebnisse des Studientages leitet die Deutsche Ordensobernkonferenz der Religiosenkongregation zu. Die Ordenskorrespondenz dokumentiert die vier Vorträge des Studientages.

Zwei Beiträge dieses Heftes beschäftigen sich mit der „dritten Lebensphase“ im Orden. Sr. Laetitia Röckemann OP fragt nach Möglichkeiten der Sinndeutung auch dieser Lebensphase im Leben der/des Einzelnen. Sr. Diethilde Bövingloh wirft einen Blick auf die Herausforderungen, die eine zu Ende gehende Gemeinschaft zu bewältigen hat.