Kolumne

  • 23.07.2017   |  von Sr. Maria Gratia Adler

    Urlaub!

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

    In dieser Zeit, wo so viele Menschen in Urlaub fahren oder Ferien haben, sollte man vielleicht auch mal an die Menschen denken, die das Wort Urlaub gar nicht kennen.

    Daneben gibt es auch die Armen mit "ewigem Urlaub", die arbeiten wollen und nicht können, weil sie keine Arbeit finden, weil sie krank sind oder weil sie überall abgeschoben werden.

    Diese Menschen finden oft den Schatz im Acker, den die Urlauber vergeblich suchen, weil sie zu weit weg fahren oder fliegen. Betrachtet man diese Mohnblume, sieht man allerhand. Sie leuchtet und lebt wie nichts anderes, was der Mensch zu schaffen imstande ist. Ja, sie atmet sogar mit jeder Pore. So zart sind ihre Blätter, wie Schmetterlingsflügel, doch überdauern sie viele Tage und verwandeln die Welt.

    Gestern feierten wir die hl. Maria Magdalena. Sie war die große Liebende. Sie liebte Jesus mehr als die meisten Zeitgenossen, wahrscheinlich sogar mehr als einige der Jünger. Und Jesus würdigte sie, ihr gleich nach der Auferstehung zu erscheinen und ihr einen Auftrag zu geben. Sie sollte die Apostolin der Apostel werden. Ihr Herz brannte wie das Rot dieser Mohnblume. Ebenso leuchteten die Wunden Jesu nach der Auferstehung, rot und leuchtend. Dies sind Zeichen der Liebe, und beim Betrachten dieser Blüten kann man auch beten: "Jesus, danke, dass Du für mich gelitten hast und so viel Liebe über mein Leben ausgegossen hast. Hilf auch mir, in jedem Leid Dein mitfühlendes Herz zu erkennen und als neuer Mensch daraus hervorzugehen, damit ich lieben lerne wie Du liebst. Amen."

    Wenige Minuten des Innehaltens können mehr bewirken als Reisen über Reisen. Ganz nahe ist uns Gottes Herrlichkeit, so nahe, dass wir leicht darüber stolpern.

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