Kolumne

  • 14.10.2019   |  von Sr. Theresia Winkelhöfer ADJC

    Wollen Sie heilig sein?

    Rom 14. Oktober 2018:

    Auf dem Petersplatz wurde der Heilige Geist angerufen – und alle Heiligen.

    Und dann sprach Papst Franziskus diese Worte:

    „Zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit, zum Ruhm des katholischen Glaubens und zur Förderung des christlichen Lebens entscheiden wir nach reiflicher Überlegung und Anrufung der göttlichen Hilfe, dem Rat vieler unserer Brüder folgend, kraft der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und in der Vollmacht des uns übertragenen Amtes, dass die selige Maria Katharina Kasper eine Heilige ist. Wir nehmen sie in das Verzeichnis der Heiligen auf und bestimmen, dass sie in der gesamten Kirche als Heilige verehrt wird. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

    (Heiligsprechungsformel)

    Heilige Katharina Kasper – ein Traum ging in Erfüllung! Und Jubel brandete auf.

    Das ist jetzt ein Jahr her – und alles ist noch ganz lebendig.

    Wollen Sie heilig sein? Wie auch immer Ihre Antwort ausfällt - Tatsache ist, dass wir den Auftrag haben, heilig zu werden. „Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden. Denn es heißt in der Schrift: `Seid heilig, denn ich bin heilig!´“ (1 Petr 1,15)

    Katharina Kasper, die Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, machte ganz ernst mit diesem Auftrag. Für sie hat er absolute Priorität. „Es bleibt für uns unsere Hauptaufgabe, für die Heiligung zuerst zu sorgen, dass wir zu einem innerlichen Leben gelangen.“ (Brief 118) Die eigene Heiligung ist für Katharina die Voraussetzung dafür, dass wir effektiv wirken können:

    „Erst dann befähigen wir uns, am Heile des Nächsten, am Weh und Wohl des Mitmenschen Mitarbeiterin sein zu können.“ (Brief 114) – „Es bleibt unsere Hauptaufgabe, für die Heiligung zu sorgen, damit wir in dem tätigen Wirken dem Nächsten erst so recht nützlich werden können.“ (Brief 118) Was sie hier sagt, gilt eigentlich für jeden Beruf, für jede Aufgabe, die wir haben. Immer geht es ja auch um den Mitmenschen.

    Katharina fordert sogar auf: „Alles, was nicht zur Heiligkeit führt, wollen wir meiden.“ (Brief 228) So einfach ist das für sie!

    Und wie gelingt einem die Heiligung? Paulus schreibt an Timotheus, wir werden „geheiligt durch Gottes Wort und durch das Gebet“ (1 Tim 4,5) Und deshalb wird Katharina nicht müde, zum Gebet um die eigene Heiligung aufzurufen.

    „Betet und strebt ernstlich nach Heiligkeit.“ (Brief 117)

    Das Bemühen, heilig zu werden, ist Aufgabe eines jeden Christen. Was wäre wohl, wenn es uns richtig ernst damit wäre, heilig zu werden? Katharina hat es geschafft.

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