Kolumne

  • 18.08.2019   |  von Br. Marinus Parzinger OFM Cap.

    Mariae Himmelfahrt: Motivation, Verantwortung zu übernehmen

    Vor wenigen Wochen war ich ein paar Tage im Krankenhaus wegen eines kleinen operativen Eingriffs. Es waren nur ein paar Tage, aber schon genug, um aus dem Rhythmus zu kommen, weil ich zum Nichtstun gezwungen war. Ich hatte Zeit zum Nachdenken - wofür ich rückblickend dankbar bin - und verfolgte die Nachrichten, und mir ging viel durch den Kopf und Herz.

    In diesem Sommer gehen die Meldungen nicht aus. Weit vorn das Thema Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimawandel. Die Reaktionen sind unterschiedlich, überwiegend stark und emotional. Die einen fürchten, es sei zu spät. Die anderen fordern zu entschlossenem Handeln auf. Manche scheinen problemfixiert und übersehen die größeren Zusammenhänge. Viele Vorschläge werden diskutiert und verworfen. Was bringt uns weiter?

    Greta Thunberg hat den Mächtigen der Welt in Davos gesagt: "I want you to panic." Ihr sollt euch fürchten. Wacht endlich auf.

    Manche Reaktionen zur Umweltkrise erinnern mich an das Handeln der Propheten. Sie sagten unangenehme Dinge, legten den Finger in Wunden, forderten zur Umkehr auf. Damals wie heute sehen wir, wie schwer es Menschen fällt, sich korrigieren zu lassen und sich zu ändern. Die Gewohnheit ist stark. Nicht jeden lockt das Neue. Und wer gibt schon gern zu, dass er falsch gelegen ist und sich korrigieren muss? Mit Worten sind wir mutig. Oft fehlen die Taten. Trösten wir uns lieber mit der Hoffnung auf die Auferstehung statt die Bedrohung wahrzunehmen und Lösungen zu suchen?

    Das Fest Maria Aufnahme in den Himmel ist eine Ermutigung für uns alle. Es motiviert uns, Verantwortung zu übernehmen und die Schöpfung zu bewahren. Denn wir sind für den Himmel bestimmt. Maria singt ihre Freude frei heraus über die Erfahrung mit Gott, der ihr begegnet ist. Wie Maria dürfen wir den Weg wagen und uns auf Gott einlassen, sein Wort mit meinem Leben in Verbindung bringen, und dabei entdecken: er hat mich bejaht und angenommen. Diese Erfahrung setzt Kraft frei. Der Aufblick zu Gott entfremdet mich nicht dieser Welt und meiner Verantwortung. Vielmehr ermutigt er mich Menschlichkeit zu üben.

  • Kolumnen der Vorwochen
  • AUG
    04
    von Br. Bernhardin Seither OFM Conv.

    Br. Michal und Br. Zbigniew: Martyrer des Terrorismus

    Die Minoriten Br. Michal und Br. Zbigniew wurden Anfang der 90er Jahre in Peru ermordet. Für P. Bernhardin Seither sind sie Fürsprecher im Gebet um Frieden und Schutz vor Terrorismus. Mehr

  • JUL
    28
    von P. Heinz Lau SCJ

    „Dein Reich komme!“

    Wenn ich still werde, betrachte, bete, dann erhoffe ich, dass ich Tag für Tag mitarbeiten darf am Reich Gottes, mit den Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat, so dass dieses Reich auch kommt, geschieht. Mehr

  • JUL
    21
    von Sr. Hildegard Schreier

    "Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt..."

    Sind wir im „christlichen Abendland“ wirklich nicht in der Lage, politische Lösungen zu finden, die diesen Personen und unserer Überzeugung von der Würde aller Menschen gerecht werden? Ich denke an Jesus, von dem das Wort überliefert ist: „Was ihr für eine/n dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan“ (Mt 25,45). Mehr

  • JUL
    14
    von P. Reinhard Gesing SDB

    Ruht ein wenig aus!

    Für mich ist die Ferienzeit eine von Gott geschenkte Zeit. Die Hl. Schrift bezeugt uns ja, dass der Schöpfergott sechs Tage wirkte, um die Welt zu erschaffen, und dass er am siebten Tag ausruhte und diesen Tag segnete. Mehr

  • JUL
    07
    von Sr. M. Sabine Adam CJ

    Kompliziert und schwierig?!

    Was meine ich, wenn ich Sr. X kompliziert nenne? Ich glaube, dass es eine gute Übung wäre, mal auf diese Worte und Wertungen zu verzichten und stattdessen zu beschreiben. Das dauert länger, aber die Schwestern, die Gemeinschaften und wir selber würden bunter dadurch. Mehr

  • JUN
    30
    von Sr. M. Ilga Dreier

    Mariä Heimsuchung

    In dieser Woche feiern wir mit der Kirche ein Fest, dessen Inhalt mich schon als Jugendliche fasziniert hat: Mariä Heimsuchung. In den inzwischen 35 Jahren meiner Zugehörigkeit zu einer der Kerngemeinschaften der Apostolischen Bewegung von Schönstatt öffneten sich mir immer neue Perspektiven auf das Festgeheimnis hin. Mehr

  • JUN
    23
    von Sr. M. Dominika Kinder

    "Die Wahrheit macht uns frei!"

    Vielleicht ist es das, was wir durch die gegenwärtige „Missbrauchsgeschichte“ wieder lernen sollen, dass die Sünde (letztlich jede Sünde) eine zutiefst zerstörerische Macht hat, dass sie einen Abgrund schafft, den der Mensch nicht ausgleichen kann. Das Leid der Missbrauchsopfer ist gewissermaßen der „verleiblichte“ Beweis dafür. Mehr

  • JUN
    16
    von Br. Bernhardin Seither OFM Conv.

    Ein Heiliger für alle Fälle

    Aus dem Augustiner-Chorherr Fernando wurde der Minderbruder Antonius. Sein Lebens- und Berufungsweg lief nicht gerade, wie bei vielen anderen Heiligen und Seligen auch und wie wahrscheinlich bei jeder und jedem von uns! Mehr

  • JUN
    09
    von Sr. M. Elisabeth Büning

    Der Geist weht, wo er will - Ostsee statt Südsee

    Anlässlich unseres Jubiläumsjahres - 100 Jahre Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens - machten sich Mitte Mai dreißig Schwestern unserer Ordensgemeinschaft auf den Weg nach Frankreich. Mehr