Kolumne

  • 17.02.2019   |  von Sr. Maria Gratia Adler OCSO

    Sich verlassen

    Man verlässt sich auf Gott nur, so weit man sich selbst verlässt. (M. Blondel)

    Warum feiern die Kölner und andere die „5. Jahreszeit“ eigentlich ausgerechnet dann, wenn es am kältesten ist? Wahrscheinlich deswegen, weil der Winter ausgetrieben werden soll und weil die kommende Fastenzeit diese Art von Feiern unmöglich macht. Und nach Ostern – da ist nichts mehr mit Winter. In unserem Kloster finden jährlich die „Karnevalsflüchtlinge“ eine Zuflucht, denn hier bekommt man rein gar nichts mit von dem lauten Spektakel. Stattdessen ist Anbetung und Chorgebet angesagt, ein Kontrastprogramm. Nicht, dass man sich nicht freuen dürfen sollte! Aber, wie heute die Seligpreisungen tröstlich und zugleich warnend ankündigen: Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Und: Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.

    Ich glaube nicht, dass das rein äußerlich zu verstehen ist. Eher so, dass nichts bleibt, wie es ist – zumindest nicht auf dieser buckligen Erde. Es gibt ja verschiedene Arten zu lachen  und ebenso verschiedene Arten zu weinen. Wer wirklich aus der Tiefe heraus seinen Schmerz ausschreit und ausweint, der wird, wie es schon im Ps 130 heißt, beim Herrn Barmherzigkeit finden. Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die Wächter auf das Morgenrot. Sowohl das Lachen als auch das Weinen kann eine Form sein, sich selbst zu verlassen. Dann trifft das Wort von Blondel zu: dann wird Gott zum einzigen Halt, zum einzigen Trost, zur einzigen Freude. Wie schön, dass das auch durch Lachen geschehen kann!

    (Foto:+ P. Pius, Maria Frieden)

  • Kolumnen der Vorwochen
  • FEB
    10
    von Sr. Emmanuela Kohlhaas OSB

    "Geh' fort, wenn du kannst!"

    Liebe hat die Priorität vor Regel und Gesetz. Der heilige Mann, Benedikt, lernt dies durch die Begegnung mit der Frau, Scholastika, deren Fest wir am 10. Februar feiern. Mehr

  • FEB
    03
    von Sr. M. Beate Brandt

    Blasiussegen

    Wie wichtig der Hals ist, liegt auf der Hand: Wir können atmen, wir können essen und schlucken, wir haben eine Stimme. Einschränkungen im Halsbereich, ob die Mandelentzündung oder der dicke Kloß, schränken uns in unserer Lebensqualität mehr oder weniger stark ein. Mehr

  • JAN
    27
    von Sr. Simone Weber ADJC

    Heilige Katharina, nimm uns an der Hand und führ uns zur Quelle der Freude.

    Wie schon bei der Seligsprechung 40 Jahren zuvor zum Staunen Vieler: Was ist aus dieser einfachen und armen – allerdings hochbegabten – Frau, mit nur etwas Volksschulbildung, geworden und was hat sie alles bewegt… Mehr

  • JAN
    20
    von Sr. M. Ancilla Ernstberger

    Das Beste kommt zuletzt

    Den Auftakt zu den sieben johanneischen Zeichen bildet die Wandlung des Wassers in Wein durch Jesus. Damit ist schon ein Grundakkord der frohen Botschaft angeschlagen. Mehr

  • JAN
    13
    von Abt Albert Dölken OPraem

    Aus dem Krieg ins Kloster

    Der Heilige Gottfried bekämpfte als reicher Adeliger den Bischof von Münster. Angesichts der drohenden Strafe ins Kloster - mit all seinem Besitz. Mehr

  • JAN
    06
    von Sr. M. Elisabeth Büning

    Segen bringen - Segen sein!

    ”Segen bringen – Segen sein” - so lautet das diesjährige Motto der Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk. Mehr

  • DEC
    30
    von P. Reinhard Gesing SDB

    Ein gesegnetes Neues Jahr

    Das biblische "Schalom" meint allumfassendes Glück und Heil. Es ist ein Leben im Einklang mit sich selbst, mit der Schöpfung, mit den anderen Menschen und mit Gott. Dieses größte aller Geschenke wünsche ich auch Ihnen im ganzen neuen Jahr! Mehr

  • DEC
    23
    von Sr. Scholastika Jurt OP

    Da haben die Dornen Rosen getragen

    Da wird uns in einem alten Lied eine junge Frau vor Augen gestellt, die ein werdendes Kind durch den Dornenwald trägt. Maria. Ein Kind, das, selbst auf liebende Fürsorge angewiesen, die Welt zu verändern vermag. Mehr

  • DEC
    16
    von P. Johannes Siebner SJ

    Stroh aus Gold

    Die Verheißung also täuscht? Verspricht nicht das goldene Schimmern ein Aufscheinen großartiger Herrlichkeit und göttlicher Glorie? Lässt sich nicht aus den Fäden ein Tau flechten – ein mächtiges Statement Gottes in dieser Welt? Mehr