Kolumne

  • 12.03.2017   |  von Sr. Angela Cöppicus SDS

    Ich suchte und suchte...

    „Studium abgebrochen und wieder zu Hause eingezogen“ – „Ausbildungsplatz geschmissen“ – „die sichere Stelle gekündigt und dann diese verrückte Idee umsetzen, das wird nie 'was“

    Kennen Sie auch jemanden auf den eine dieser Aussagen zutrifft? Zielstrebig einen guten Beruf erlernen, einen Arbeitsplatz finden, der nicht nur ordentlich bezahlt, sondern auch noch krisensicher ist, das scheint erst einmal das zu sein, was die Gesellschaft von jungen Menschen erwartet. Und wenn dann etwas doch nicht passt und die Pläne (der Eltern? der Gesellschaft?) verworfen werden, bleibt bei der Umgebung oft ein negativer Nachgeschmack: er oder sie hat sich nicht bewährt.

    Therese von Wüllenweber wurde am 19. Februar 1833 auf Schloss Myllendonk am Niederrhein geboren. Als Älteste von fünf Töchtern sollte sie eigentlich das väterliche Gut übernehmen, doch es kam anders. „Du fühlst in dir 'ne Ahnung still, Du fühlest was Gott haben will“ schreibt sie 23jährig in einem Gedicht, tritt in einen Orden ein und sechs Jahre später wieder aus. Sie lebt wieder auf dem heimatlichen Schloss, schaut sich mehrere Gemeinschaften an, tritt wieder ein, wieder aus…

    Im Alter von 49 Jahren kommt sie in den Kontakt mit einem jungen Priester, spürt: zu dessen Gemeinschaft möchte ich gehören. Nach einigen weiteren Jahren des Wartens wird sie mit 55 Jahren in Rom die erste Generaloberin der von P. Jordan gegründeten „Kongregation der Schwestern vom göttlichen Heiland“ (Salvatorianerinnen). Die Gemeinschaft wuchs rasch, wenige Jahre nach der Gründung wurden erste Schwestern in die Mission nach Indien und nach Amerika ausgesandt. Heute leben und wirken Salvatorianerinnen in 26 Ländern auf fünf Kontinenten.

    Oft werden Suchende komisch angeguckt - andererseits bewundern wir diejenigen, die ihre Träume verwirklichen. Manchmal kostet es einen hohen Preis, manchmal dauert es viele Jahre - aber dann erleben wir, wie glücklich und zufrieden die „Versager“ sind, und welch große Werke die „Traumtänzer“ schaffen.

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