Kolumne

  • 21.04.2019   |  von Pastor Karl-Heinz Heyer

    Wunden der bedingungslosen Liebe

    Als Mann (und Priester) assoziiertes Mitglied in einer Frauengemeinschaft!?

    Das ist eher ungewöhnlich. Und ich bin froh, dass das möglich ist.

    Eines der Dinge, die mich bewogen haben, mich auf diese Weggemeinschaft mit den Missionsärztlichen Schwestern (MMS) einzulassen, ist das Charisma, dem sich die Gemeinschaft verpflichtet weiß: heilend präsent zu sein in einer verwundeten Welt.

    Dies leben Schwestern und Assoziierte auf sehr vielfältige und unterschiedliche Weise.

    Was uns dabei allen gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass ja auch wir selbst (jede und jeder Einzelne) Teil dieser verwundeten Welt sind und selber der Heilung (innerlich und äußerlich) bedürfen. Damit aus dieser verwundeten Präsenz auch heilende Präsenz werden kann, gilt es, sich in der Nachfolge Christi der eigenen „Wunden“ bewusst zu werden, sie zu akzeptieren, zu vergeben und sie in die heilende Gegenwart unseres Gottes zu halten. Dann können sie zu „verklärten“ Wunden werden, zu „Botschaften“ der bedingungslosen Liebe Gottes. Das bleibt wohl eine lebenslange Aufgabe.

    Ich finde, eine solche Haltung ist ganz nahe an dem, was wir jetzt in der Heiligen Woche gefeiert haben und feiern: das Leiden, den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi.

    Das Bild des Auferstandenen zeigt ihn in strahlendem Licht und göttlicher Herrlichkeit...und mit seinen Wunden.

    Der sogenannte „ungläubige“ Apostel Thomas ist mir da sehr sympathisch: Er will sich vergewissern, dass der, von dem die anderen behaupten, er sei der auferstandene Christus, auch der gekreuzigte Jesus ist, der, der sich bis zum Äußersten auf uns Menschen eingelassen hat, um uns zu erlösen – damit wir leben können - mit unseren Wunden - und heilend präsent sein in einer verwundeten Welt.

  • Kolumnen der Vorwochen
  • APR
    14
    von Sr. Rita-Maria Käß OSA

    Mit-Leiden

    Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Sie wird auch die Hohe, die Heilige, die Stille Woche genannt. Der Name kommt vom althochdeutschen "kara". Kara steht für Kummer und Trauer und das ist es, was Christen in dieser Woche bewegt, wenn sie dem Leiden und Sterben Jesu innerlich nachgehen. Mehr

  • APR
    07
    von Sr. Katharina Hemmers OP

    Spannungsreiche und spannende Zeiten

    Da lese ich es wieder, das viel diskutierte Wort von der „Entweltlichung“. In einem Artikel auf „katholisch.de“ zitiert Kardinal Woelki diesen Begriff, den auch Papst Benedikt XI. benutzte. Mehr

  • MAR
    31
    von Sr. M. Michaela Bertsch

    Pastoral 2030

    Wie oft haben wir in unseren Besprechungen und Konferenzen, ob im Ordensrat, bei der Ober-/innen -Konferenz oder auch in der Ordensleitung der eigenen Gemeinschaft über Pastoral 2030 nachgedacht. Mehr

  • MAR
    24
    von P. Ulrich Dobhan OCD

    Und das WORT ist Fleisch geworden

    In dieser Woche feiern wir das Fest der Ankündigung des Herrn – Maria empfängt vom Engel die Frohe Botschaft, dass sie die Mutter Jesu werden soll. Mehr

  • MAR
    17
    von Sr. M. Dominika Kinder

    Suchen und Fragen

    „Ahmt auch ihr mich nach, Brüder und Schwestern, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt.“ Diese Aufforderung des hl. Paulus hören wir in der 2. Lesung an diesem Sonntag (Phil 3,17). Mehr

  • MAR
    10
    von Sr. Rosa Maria Dick

    Der Grundstein ist gelegt

    Am 10. März 1832 kamen die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul von Straßburg nach München. Dieser Tag markiert für uns die Gründung unserer Kongregation... Mehr

  • MAR
    03
    von P. Karl Peinhopf

    Buntes Treiben

    Hurra, es ist Faschingszeit! Das bunte Treiben dieser Tage wird auch an unseren Konventen nicht ganz spurlos vorbei gehen. Die TV-Bilder vom Kölner, Mainzer oder Fränkischen Fasching tanzen auch in unsere Ordenshäuser, vielleicht schaffen es dorthin sogar die leichtbekleideten Sambatänzerinnen vom Karneval von Rio. Mehr

  • FEB
    24
    von Sr. Magdalena Löffler OSB

    Wie viele seid ihr noch?

    Wenn Gäste in unser Kloster kommen fragen sie oft: „Wie viele seid ihr noch?“ Das löst in mir oft ein Unbehagen aus, und ich meine ich müsste mich rechtfertigen. Woher kommt dieses Unbehagen? Muss ich mich denn rechtfertigen? Ich versuche „cool“ zu bleiben und beschreibe unsern Konvent mit jungen, alten, hochaltrigen und unsern vielen jungen internationalen Gast – Schwestern. Mehr

  • FEB
    17
    von Sr. Maria Gratia Adler OCSO

    Sich verlassen

    In unserem Kloster finden jährlich die „Karnevalsflüchtlinge“ eine Zuflucht, denn hier bekommt man rein gar nichts mit von dem lauten Spektakel. Stattdessen ist Anbetung und Chorgebet angesagt, ein Kontrastprogramm. Nicht, dass man sich nicht freuen dürfen sollte! Aber, wie heute die Seligpreisungen tröstlich und zugleich warnend ankündigen: Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Und: Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Mehr