Kolumne

  • 17.11.2019   |  von Sr. M. Beate Brandt CBMV

    Was Fenster mit der Liebe Gottes zu tun haben

    Perspektivwechsel! – Wir sehen mit unseren Augen, hören mit unseren Ohren, nehmen mit den uns zur Verfügung stehenden Sinnen das wahr, was um uns herum ist. Aus diesen Erfahrungen und der Verknüpfung mit schon Bekanntem entsteht eine Interpretation unserer Wirklichkeit. Doch gibt es nur eine einzige Wirklichkeit?

    Ich durfte im Sommer zwei Wochen in Australien verbringen. Mit dem Überschreiten des Äquators verlor der in der Grundschule gelernte Satz seine Gültigkeit: „Im Süden nimmt die Sonne ihren Lauf!“ Aus der Perspektive der südlichen Erdhalbkugel nimmt die Sonne „im Norden ihren Lauf“ und wandert vermeintlich von rechts nach links. Ich stelle mir vor, wie sich zwei Kinder– eines aus Europa und eines aus Australien – darüber streiten. Denn auf die Perspektive kommt es an. Dieses kleine Beispiel brachte mich zum Nachdenken. Es zeigte mir, dass ich nicht vorschnell meine Sichtweise als die einzig Wahre ansehen darf. Wie wichtig sind die Offenheit und das Verständnis gegenüber anderen und deren Sichtweisen.

    Wenn ich in unserem Kloster auf den Turm steige, sehe ich – je nachdem, durch welches Fenster ich schaue – verschiedene Teile unserer Stadt Essen. Ich brauche meinen Standort um nur wenige Meter zu verschieben, und ich erhalte einen neuen Blick. Wären wir mit vielen Leuten im Turm, würden alle unterschiedlichste Dinge berichten, was man von dort sehen kann, und alle hätten recht.

    Vergleichbar stelle ich mir die Liebe Gottes vor. Ich kann nicht sagen, „So und nicht anders“ lässt sich die Liebe Gottes in unserem Leben erfahren. Nein, Gott zeigt seine Liebe in vielfältiger Weise. Es gibt nicht das „So und nicht anders“, sondern das „So und viele verschiedene Möglichkeiten“. Unsere Aufgabe ist es, sich zu öffnen für die Angebote Gottes, durch die wir seine Liebe zu uns erfahren können.

    So wünsche ich uns immer mal Perspektivwechsel, damit wir nicht in Starrheit verfallen, sondern uns öffnen können für all das Schöne, was Gott uns anbietet.

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    Gastfreundschaft keine "Einbahnstraße", denn Begegnung ist immer wechselseitig. Auch das Klos­ter profitiert von den Gästen, von ihrem Wissen, ihren Erfahrungen, ihrem Suchen und Fragen... Mehr

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